Diskriminierungssensible Metadatenpraxis
Ein Handbuch zur ethischen Beschreibung historischer Quellen und Forschungsdaten
Open-access full text and machine-readable version of the 2026 handbook.
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Hinweis: Diese Ausgabe (DOI https://doi.org/10.5281/zenodo.11124719) ist die zweite Ausgabe und ersetzt die frühere Version unter https://doi.org/10.5281/zenodo.11124720.
Zitierangaben
- Autor:innen: Moritz Mähr, Noëlle Schnegg
- Titel: Diskriminierungssensible Metadatenpraxis: Ein Handbuch zur ethischen Beschreibung historischer Quellen und Forschungsdaten
- Publisher: Zenodo, 2026
- DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.11124719
- Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Handbuch zur Erstellung diskriminierungsfreier Metadaten
für historische Quellen und Forschungsdaten
Erfahrungen aus dem geschichtswissenschaftlichen Forschungsprojekt Stadt.Geschichte.Basel
AUTOR:INNEN ZUGEHÖRIGKEIT ANDERE FORMATE
Moritz Mähr Universität Basel MS Word
Noëlle Schnegg Universität Basel PDF
VERÖFFENTLICHUNGSDATUM GEÄNDERT
7. September 2025 7. September 2025
DOI
10.5281/zenodo.17073511
ZUSAMMENFASSUNG
Dieses Handbuch ist ein Leitfaden zur Erstellung von diskriminierungsfreien Metadaten für historische Quellen und
Forschungsdaten, der im Rahmen des Forschungsprojekts Stadt.Geschichte.Basel entwickelt wurde. Es richtet sich an
Historiker*innen, Archivar*innen, Bibliothekar*innen und alle, die sich mit Open Research Data in den
Geschichtswissenschaften beschäftigen. Die Autor*innen Moritz Mähr und Noëlle Schnegg führen durch die praktischen
Aspekte der Erstellung von Metadaten, basierend auf den FAIR-Prinzipien, um Forschungsdaten auffindbar, zugänglich,
interoperabel und nachnutzbar zu machen. Durch praktische Anleitungen und illustrierte Fallbeispiele zeigt das Handbuch, wie
maschinenlesbare Metadaten Forschung und Lehre bereichern und die Interpretation historischer Quellen beeinflussen
können. Als öffentlich zugängliches “Living Document” ist es auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung durch die Community
ausgelegt und verpflichtet sich zu einer inklusiven und diskriminierungsfreien Darstellung historischer Inhalte. Das Handbuch
ist eine grundlegende Ressource für alle, die sich mit moderner digitaler Geschichtswissenschaft und Open Research Data
beschäftigen wollen.
SCHLÜSSELWÖRTER
Diskriminierungsfreie Metadaten, Historische Quellen und Forschungsdaten, FAIR-Prinzipien, Stadt.Geschichte.Basel, Open
Research Data, Code of Conduct, Dublin Core, Schlagwortindex GenderOpen
CODE-LINKS
Diskussion Living Document, Quellcode
Warnung
Dieses Dokument enthält Abbildungen von historischen Quellen, die diskriminierende Sprache, Bilder oder Darstellungen
enthalten. Sie sind Ausdruck von Vorurteilen, Stereotypen oder Gewalt gegen bestimmte Gruppen in der Vergangenheit.
Hinweis zur anstehenden Überarbeitung des Handbuchs
Dieses Handbuch wird derzeit überarbeitet, neu strukturiert und erweitert. Seit der Erstveröffentlichung im Juni 2024
haben wir viele wertvolle Rückmeldungen und Ergänzungsvorschläge erhalten, welche alle in die Überarbeitung
einfliessen. Haben Sie Anregungen oder Feedback? Wir freuen uns jederzeit über Ihre Rückmeldungen! Kontaktieren Sie die
Autor*innen via E-Mail oder GitHub.
1 Einleitung
Dieses Handbuch ist eine Anleitung für die diskriminierungsfreie Auszeichnung von Metadaten für historische
Quellen und Forschungsdaten. Es richtet sich an Historiker*innen, Archivar*innen, Bibliothekar*innen und andere
Personen, die mit historischen Quellen und Forschungsdaten arbeiten und sich für die Erstellung und Verwendung
von Metadaten interessieren. Die Auszeichnung von Metadaten ist ein wesentlicher Aspekt der Archivierung,
Präsentation und Analyse von historischen Quellen und Forschungsdaten. Metadaten liefern nicht nur wichtige
Informationen über den Kontext und den Inhalt dieser Ressourcen, sondern sind insbesondere dann von grosser
Bedeutung, wenn historische Ressourcen gemäss den FAIR-Prinzipien (Findable Accessible Interoperable
Reusable) auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar gemacht werden sollen. Frei zugängliche,
maschinenlesbare Metadaten ermöglichen nicht nur die Integration in Suchmaschinen und andere Findmittel,
sondern verändern auch die Art und Weise, wie historische Quellen und Forschungsdaten erforscht, interpretiert
und verstanden werden.
Das Handbuch entstand im Rahmen des historischen Forschungsprojekts Stadt.Geschichte.Basel und wurde von
Moritz Mähr (promovierter Technikhistoriker und Leiter des Forschungsdatenmanagements) und Noëlle Schnegg
(angehende Historikerin und wissenschaftliche Hilfsassistentin, u.a. zuständig für die Auszeichnung der
Metadaten) verfasst.1 Die Initiative für eine neue Basler Kantonsgeschichte wurde 2011 vom Verein Basler
Geschichte lanciert. Das Forschungsprojekt wurde 2016 vom Grossen Rat bewilligt und wird von 2017 bis 2025 an
der Universität Basel durchgeführt. Die Finanzierung von über CHF 9 Millionen wird zu zwei Dritteln durch die
öffentliche Hand getragen, der Rest stammt von privaten Spender*innen.
Das Projekt Stadt.Geschichte.Basel erzählt die lange Geschichte Basels von den Anfängen bis zur Gegenwart in
neun Einzelbänden und einem Überblicksband. Dabei werden langfristige Entwicklungen über die Bände hinweg
verfolgt. Drei Forschungsperspektiven stehen im Fokus: Verflechtung und Multilokalität, Mensch und Nichtmensch
sowie Kontinuitäten und Diskontinuitäten. Diese Perspektiven helfen, die Stadtgeschichte in regionalen,
überregionalen und globalen Kontexten zu verstehen und den Einfluss von Menschen, Tieren und Dingen zu
erforschen, ohne strikte Zeiteinteilungen vorzunehmen.
Für die am Forschungsprojekt beteiligten Forschenden sind neben schriftlichen Quellen insbesondere Bilder,
Karten und Tabellen sowie bibliographische Daten relevant. Die Datentypen variieren je nach Thema, Autor*in und
Herkunft – so etwa historische Gemälde und Fotografien, Fotografien von Ausgrabungsstätten, Grafiken, die bereits
in der universitären Lehre verwendet wurden, quantitative Daten, die in statistischen Jahrbüchern veröffentlicht
wurden, oder Kombinationen derartiger Datensätze aus verschieden Zeiträumen oder Territorien. Die Vielfalt der
Themen und Autor*innen spiegelt sich in der Heterogenität der bereitgestellten Formate wider: von gescannten
Druckwerken, selbst angefertigten Schemata mit gängiger Office-Softwares erstellte Balkendiagramme bis hin zu
georeferenzierten historischen Stadtplänen. Für die Sammlung, Aufbereitung und langfristige Sicherung der
historischen Quellen und Forschungsdaten wurde ein Data Management Plan ausgearbeitet. Er sieht unter
anderem die Auszeichnung aller in den Bänden verwendeten historischen Quellen und Forschungsdaten mit
Metadaten und deren Veröffentlichung auf der Forschungsdatenplattform und im digitalen Langzeitarchiv vor. Zur
Erfüllung dieser Aufgabe wurde das vorliegende Handbuch erstellt. Es ist als kostenloses und öffentlich
zugängliches Living Document konzipiert und soll von der Community auf dem öffentlichen Code-Repositorium
weiterentwickelt werden.
Stadt.Geschichte.Basel verpflichtet sich mit dem Contributor Covenant Code of Conduct dazu, “allen
Teilnehmenden an dem Projekt und unserer Gemeinschaft eine belästigungsfreie Beteiligung, unabhängig von
Alter, Körpergröße, Behinderung, ethnischer Zuordnung, Geschlechtermerkmalen, -identität und -ausdruck, Grad
der Erfahrung, Bildung, sozialem Status, Nationalität, persönlicher Erscheinung, Race, Kaste, Hautfarbe, Religion
oder sexueller Identität und Orientierung zu ermöglichen.” Historische Quellen und Forschungsdaten, die
diskriminierende Inhalte enthalten, werden daher entsprechend gekennzeichnet. Dies wirft jedoch verschiedene
Probleme auf. Diskriminierung kann viele Formen annehmen, darunter Rassismus, Antisemitismus, Sexismus,
Ableismus, Transphobie und viele andere, und sie kann mehrere Diskriminierungsformen gleichzeitig enthalten.
Sie kann explizit oder implizit sein und ist oft tief in den Kontext und die Interpretation dieser Ressourcen
eingebettet. Implizite oder strukturelle Formen von Diskriminierung finden sich in vielen bestehenden Thesauri
und Schlagwortverzeichnissen wie der Gemeinsamen Normdatei (GND), der am weitesten verbreiteten Normdatei
im deutschsprachigen Raum. Viele Begriffe in Thesauri enthalten z.B. nur die männliche Form und oft werden nur
zwei Geschlechter oder eine Kategorie für “unbekannt” oder “anders” verwendet. Für die historischen Quellen und
Forschungsdaten von Stadt.Geschichte.Basel wird deshalb der Schlagwortindex GenderOpen verwendet, der eine
geschlechtersensible und inklusive Sprache ermöglicht.
Das Handbuch ist wie folgt aufgebaut: Im zweiten Kapitel werden die Grundlagen von Metadaten für historische
Quellen und Forschungsdaten geklärt. Dabei ist zu betonen, dass es sich bei den Metadaten von
Stadt.Geschichte.Basel um Metadaten zu kulturhistorischen und archäologischen Quellen handelt. Es werden
Fragen wie "Was sind Forschungsdaten?" und "Was sind Metadaten?" anhand exemplarischer Ressourcen von
Stadt.Geschichte.Basel beantwortet. Im letzten Teil des zweiten Kapitels wird das Metadatenschema Dublin Core
vorgestellt und seine Vorteile erläutert. Im dritten Kapitel werden die Metadaten von Stadt.Geschichte.Basel
vorgestellt und anhand von Diagrammen die Unterschiede zwischen Metadatenobjekten und den damit
verknüpften Ressourcen aufgezeigt. Im vierten Kapitel soll eine Schritt-für-Schritt-Anleitung helfen, eigene
Metadaten für historische Quellen und Forschungsdaten zu erstellen. Auch hier wird bei den einzelnen Schritten
auf Erfahrungen aus dem Projekt Stadt.Geschichte.Basel zurückgegriffen. Das letzte Kapitel widmet sich konkreten
Fallbeispielen, um die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln zu veranschaulichen. Die
Beispiele umfassen Bilder, Objekte sowie Karten und Statistiken.
2 Grundlagen zu Metadaten für historische Quellen und
Forschungsdaten
2.1 Was sind Forschungsdaten?
Forschungsdaten sind Ressourcen, die Forschende während ihrer Forschung verwenden und produzieren. Dazu
gehören Datensätze, Software, Quellcode, Workflows, Modelle, Zeitreihen, Tabellen, Bilder, Videos, Interviews und
Artikel etc.
Bei der Stadt.Geschichte.Basel und den meisten anderen historischen Forschungsprojekten handelt es sich vor
allem um Textdaten, Bilddaten, Tabellen (statistische Zeitreihen etc.), georeferenziertes Kartenmaterial und
bibliographische Angaben (Verweise auf Sekundärliteratur). Ein grosser Teil dieser Forschungsdaten stammt aus
den Beständen von Gedächtnisinstitutionen wie Archiven, Bibliotheken und Museen oder steht in Form
publizierter Ergebnisse (Bücher, Artikel etc.) zur Verfügung. In vielen Fällen sorgen diese Einrichtungen für die
Langzeitarchivierung der Ressourcen. Dann kann über die DOI oder die Signatur direkt auf die Ressourcen
verwiesen werden. In diesen Fällen sollten alle Informationen erfasst werden, die über die bereits in den
Gedächtnisinstitutionen vorhandenen Metadaten hinausgehen. Dabei kann es sich um Quellenannotationen,
erweiterte Beschreibungen, korrigierte Angaben etc. handeln. Es empfiehlt sich jedoch auch in diesen Fällen,
einen möglichst kompletten Metadatensatz zu erstellen. Redundanz ist bei Forschungsdaten wünschenswert. Es
erhöht die Verfügbarkeit und die Auffindbarkeit.
Es gibt aber auch Daten, die im Rahmen der Forschung erzeugt werden. Dazu gehören neben Textdaten
(Forschungsprotokollen), statistische Zeitreihen, die aus historischen Quellen zusammengestellt und als
Diagramm dargestellt werden, auch Karten und Netzwerkdarstellungen, die aus Grabungsdaten oder anderen
raumbezogenen Daten erstellt werden. Diese Daten müssen so gesichert werden, dass sie reproduzierbar sind.
Viele textuelle Forschungsdaten liegen nur auf Papier oder in unstrukturierter Form digital vor. Die Extraktion
strukturierter Daten aus diesen Materialien erfordert einen hohen Aufwand - Scannen, Bereinigen, Annotieren usw.
Neben den Forschungsdaten müssen auch die dazugehörigen Prozessinformationen und unterstützenden Daten,
wie Software, Algorithmen und Protokolle, archiviert und zugänglich gemacht werden. Diese Informationen sind
unerlässlich, um die Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit der Forschungsergebnisse zu gewährleisten.
2.2 Open and FAIR Data
Open and FAIR Data bezieht sich auf den Ansatz, Forschungsdaten offen, auffindbar, zugänglich, interoperabel und
nachnutzbar zu machen.
"Open Data" bedeutet, dass Forschungsdaten offen für alle zur Verfügung gestellt werden, sofern es keine
gesetzlichen oder ethischen Gründe gibt, die dies verhindern. Dies geschieht meistens über eine entsprechende
Free-Culture-Lizenz (PD, CC0, CC-BY, CC-BY-SA). Dies kann die Zusammenarbeit zwischen Forschenden erleichtern,
die Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen verbessern sowie eine Nachnutzbarkeit in anderen Kontexten
ermöglichen.2
Die FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) gehen einen Schritt weiter und bieten
spezifische Leitlinien, wie Daten organisiert und bereitgestellt werden sollten:
Findable (Auffindbar): Daten und Metadaten sollten leicht auffindbar sein, sowohl für Menschen als auch für
Computer. Dies beinhaltet die Verwendung eindeutiger Kennungen und die Bereitstellung detaillierter
Metadaten.
Accessible (Zugänglich): Daten sollten leicht zugänglich sein. Dies bedeutet, dass es klare und verständliche
Informationen darüber geben sollte, wie man auf die Daten zugreifen kann, auch wenn die Daten selbst aus
Gründen des Datenschutzes oder der Sicherheit nicht vollständig offen zugänglich sein können.
Interoperable (Interoperabel): Daten sollten mit anderen Daten kompatibel und integrierbar sein. Dies
erfordert den Einsatz von standardisierten Formaten, Vokabularen und Ontologien. Ein kontrolliertes
Vokabular ist eine sorgfältig ausgewählte Liste von Wörtern und Phrasen, die zur Kategorisierung, Indizierung
und Abruf von Informationen in einem spezifischen Kontext oder in einem Informationssystem verwendet
werden. Eine Ontologie ist ein formales Konzept, das zur Darstellung von Wissen in einem bestimmten
Bereich verwendet wird, indem es die Definition von Typen, Eigenschaften und Beziehungen zwischen den
Entitäten dieses Bereichs ermöglicht.
Reusable (Nachnutzbar): Daten sollten so bereitgestellt werden, dass sie in unterschiedlichen Kontexten
nachgenutzt werden können. Dies beinhaltet die Bereitstellung von umfassenden Metadaten und klaren
Lizenzinformationen.
Um die FAIR-Prinzipien einzuhalten, sollten die Forschenden ihre Daten mit umfassenden Metadaten versehen und
in einem geeigneten Datenrepositorium zur Langzeitarchivierung speichern. Ein Datenrepositorium für die
Langzeitarchivierung ist ein zentraler Speicherort, an dem Daten systematisch gespeichert, organisiert, verwaltet
und für die langfristige Erhaltung und Zugänglichkeit gesichert werden, wie z. B. das DaSCH in Basel oder Zenodo
des CERN in Genf. Dies ermöglicht es anderen Forschenden, die Daten zu finden, zu verstehen und weiter zu
nutzen und zu analysieren.
Die Einhaltung der Prinzipien von Open and FAIR Data wird von vielen Forschungsförderungsinstitutionen (wie z.B.
dem SNF) gefordert, um u.a. die Qualität, Transparenz und Integrität der Forschung zu verbessern. Zudem fördert
es die Zusammenarbeit und Interdisziplinarität, da Daten leichter geteilt und wiederverwendet werden können.
Stadt.Geschichte.Basel verwendet das Open Research Data Template, um die Einhaltung der Prinzipien von Open
(Research) Data und FAIR Data zu gewährleisten.
2.3 Was sind Metadaten?
Eine gängige Definition von Metadaten lautet "Daten über Daten". Konkreter sind Metadaten Daten, die
Informationen über andere Daten enthalten und einer festen Struktur folgen, also strukturiert sind. Sie werden oft
mit einem Bibliothekskatalog verglichen, in dem die einzelnen Einträge die Bestände beschreiben. Metadaten
dienen dazu, die Eigenschaften, Struktur, Bedeutung und Inhalt der zugrunde liegenden Daten zu erfassen.
Ausserdem bieten sie einen Kontext und ermöglichen die Identifikation, Organisation, Verwaltung und Nutzung
von Daten. Metadaten sollten so strukturiert sein, dass sie die wichtigsten Attribute des beschriebenen Objekttyps
modellieren.
Im Allgemeinen haben alle Informationsobjekte, unabhängig von ihrer physischen oder virtuellen Form, drei
Merkmale: Inhalt, Kontext und Struktur. Sie alle sollten und können durch Metadaten wiedergegeben werden:
Inhalt bezieht sich darauf, was das Objekt enthält oder worum es geht, und ist inhärent für ein
Informationsobjekt.
Der Kontext gibt an, wer, was, warum, wo und wie mit der Erstellung und dem späteren Leben des Objekts
verbunden ist und ist einem Informationsobjekt extrinsisch.
Die Struktur bezieht sich auf die formale Menge an Assoziationen innerhalb oder zwischen einzelnen
Informationsobjekten und kann intrinsisch, extrinsisch oder beides sein.
Objekte haben Eigenschaften, die sich aus den Umständen ihrer Erstellung, Verwaltung und Nutzung ergeben und
als Metadaten beschrieben werden können. Fachleute, die sich mit dem kulturellen Erbe in Archiven, Bibliotheken,
Museen und Sammlungen befassen, verwenden den Begriff Metadaten jedoch häufig für die
Mehrwertinformationen. Diese erstellen sie, um Informationsobjekte und die physischen Objekte und
Sammlungen, die mit diesen Objekten in Verbindung stehen, zu ordnen, zu beschreiben, zu finden und
anderweitig den Zugriff darauf zu verbessern. Solche Metadaten werden häufig durch von einer Fachcommunity
entwickelte und geförderte Standards und bewährte Verfahren geregelt. Sie gewährleisten Qualität, Konsistenz
und Interoperabilität.(Solche Communities werden auch mit Gatekeeping und anderen Exklusionsmechanismen
(implizite Bildungs- oder Opportunitätskosten, die nur von professionell arbeitenden
Geisteswissenschaftler*innen getragen werden können) in Verbindung gebracht. Staunton u. a. 2021) Es wird
unterschieden zwischen dem Metadatenschema, das die zu erfassenden Datenfelder für jedes Informationsobjekt
festlegt, dem Inhaltsstandard, der angibt, woher die Informationen für die Datenfelder stammen, dem
Datenwertstandard, der die genauen Werte der Datenfelder beschreibt, und dem Datenstrukturstandard, der das
technische Format der Datenfelder vorschreibt. Das Projekt Stadt.Geschichte.Basel verwendet Dublin Core als
Schema und Inhaltsstandard, weshalb im Folgenden besonders darauf eingegangen wird.(Für weitere wichtige
Standards und ihre potenziell diskriminierenden oder machtvollen Wirkungen siehe Gabay u. a. 2023)
2.3.1 Schema: Dublin Core Metadata Element Set
Eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Metadatenschemas ist das Dublin Core Metadata Element
Set. Es ist ein einfacher und flexibler Standard, der zur Beschreibung einer Vielzahl von Informationsressourcen
verwendet werden kann. Dublin Core besteht aus 15 Basisfeldern (Elementen), darunter Titel, Ersteller*in, Thema,
Beschreibung, Herausgeber*in, Mitwirkende, Datum, Typ, Format, Identifikator, Quelle, Sprache, Relation,
räumliche oder zeitliche Angaben und Rechte. Dieser Standard kann als Grundlage für die Erstellung von
Metadaten für historische Forschungsdaten dienen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Dublin Core Elemente
sowohl einzeln als auch in Kombination mit anderen Datenfeldern verwendet werden können, um komplexere
Beschreibungen zu ermöglichen. Bei Stadt.Geschichte.Basel sind dies die Aufnahme von spezifischen Feldern wie
zum Beispiel “temporal” zur zeitlichen Verortung und “extent” zur Beschreibung der Bildauflösung (Siehe
Kapitel 3).
Bei historischen Quellen ist das Feld dcterms:provenance wünschenswert, um die früheren Besitzverhältnisse
transparent und nachvollziehbar zu machen. Die genauen Angaben der Provenienz können allerdings schwierig zu
identifizieren sein. Oftmals sind sie auch nicht im Originalkatalog der Institutionen zu finden.
Stadt.Geschichte.Basel verzichtete aufgrund fehlender Angaben und beschränkter Recherche-Kapazität auf dieses
Feld.
2.3.2 Inhaltsstandard: Dublin Core
Inhaltsstandards beschreiben die Verwendung der einzelnen Elemente oder welche Arten von Informationen
wohin gehören. Sie geben auch Hinweise darauf, wie diese Informationen am besten aufgezeichnet oder
umgeschrieben werden können: Woher sollten die Informationen stammen? Was ist die beste Quelle für
Informationen? Für welche Elemente sollten Datenwertstandards verwendet werden und wenn ja, welche
Datenwertstandards sollten verwendet werden?
Dublin Core enthält Definitionen für jedes Metadatenelement, die angeben, welche Arten von Informationen wo
und wie aufgezeichnet werden sollten. Mit vielen der Datenelemente sind Datenwertstandards wie das DCMI Type
Vocabulary und ISO 639 Sprachcodes usw. verbunden.
2.3.3 Datenwertstandards
Datenwertstandards sind Normvokabulare mit standardisierten Begriffen, Namen usw. wie beispielsweise die
GND, der Schlagwortindex GenderOpen oder auch Kodierungs- oder Formatierungsstandards wie
RightsStatements.org für die Angabe der Lizenz und Geonames.org für die Angabe des Ortes.3
2.3.4 Datenstrukturstandards
Datenstrukturstandards legen fest, wie der Metadatensatz kodiert und strukturiert werden soll, um eine
maschinelle Lesbarkeit zu gewährleisten. Metadaten müssen sowohl für Menschen als auch für Maschinen
verständlich sein. Beispiele sind XML, RDF etc.
3 Metadaten der Stadt.Geschichte.Basel
3.1 Zwei Typen von Metadaten: Objekte und zugeordnete
Ressourcen
Stadt.Geschichte.Basel verwendet Dublin Core als Schema und als Inhaltsstandard. Darüber hinaus wird zwischen
Metadatenobjekten und den damit verknüpften Ressourcen unterschieden. Ein paar fiktive Beispiele erhellen die
Überlegungen, die hinter dieser Zweiteilung stehen.
3.1.1 Ein Metadatenobjekt mit einer zugeordneten Ressource
Metadatenobjekt
Portrait
(Abbildung 13)
Quelle: Article Notebook
Abbildung 1: Ein Metadatenobjekt (Abbildung 13) hat eine zugeordnete Ressource, nämlich ein Portrait.
Dieses Diagramm zeigt, dass ein Metadatenobjekt (Abbildung 13) eine zugeordnete Ressource hat, nämlich ein
Portrait.
3.1.2 Ein Metadatenobjekt mit drei zugeordneten Ressourcen (Triptychon)
Dieses Diagramm stellt dar, dass ein Metadatenobjekt (Abbildung 7) drei zugeordnete Ressourcen hat: die linke,
mittlere und rechte Seite eines Triptychons.
Linke Seite
Metadatenobjekt
Mittlere Seite
(Abbildung 7)
Rechte Seite
Abbildung 2: Ein Metadatenobjekt (Abbildung 7) hat drei zugeordnete Ressourcen: die linke, mittlere und rechte Seite eines
Triptychons.
3.1.3 Ein Metadatenobjekt mit drei verschiedenen zugeordneten
Ressourcen
Hier sehen wir ein Metadatenobjekt (Abbildung 83) mit drei unterschiedlichen zugeordneten Ressourcen: einer
Karte, einer Legende und Geodaten.
Karte
Metadatenobjekt
Legende
(Abbildung 83)
Geodaten
Abbildung 3: Ein Metadatenobjekt (Abbildung 83) hat drei unterschiedliche zugeordnete Ressourcen: eine Karte, eine Legende
und Geodaten.
3.1.4 Zwei Metadatenobjekte mit derselben zugeordneten Ressource
Eine Abbildung wird zweimal verwendet. Folglich haben zwei Metadatenobjekte (Abbildungen 73 und 11) dieselbe
Ressource zugeordnet, nämlich einen Kupferstich.
Metadatenobjekt
(Abbildung 73)
Kupferstich
Metadatenobjekt
(Abbildung 11)
Abbildung 4: Zwei Metadatenobjekte mit derselben zugeordneten Ressource
3.2 Metadatenobjekte (Eltern)
Tabelle 1: Metadaten der Elternobjekte (Metadatenobjekte).
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
ObjectID dcterms:identifier Ja Eine eindeutige Zufällig generierte Nummern
Zeichenfolge ohne zwischen abb000000 und
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
Leer- oder abb999999.
Sonderzeichen, die auf
der Website als ID
verwendet wird.
Title dcterms:title Ja Ein aussagekräftiger Keiner (Wenn möglich
Name der Ressource. Übernahme aus Originalkatalog)
Subject dcterms:subject Ja Die Schlagwörter der Schlagwortindex GenderOpen
Ressource. Ein oder besser mehrere
Schlagwörter, kommagetrennt.
Für Werte siehe Anhang
Kapitel 7.
Description dcterms:description Ja Eine Beschreibung der Siehe Schritt-für-Schritt-
Ressource. Anleitung Kapitel 4
Era dcterms:temporal Ja Epoche ‘Ur- und Frühgeschichte’
(Frühgeschichte, ‘Römische Zeit und Spätantike’
Antike, Mittelalter, ‘Mittelalter’
Neuzeit, ‘Neuzeit’
Zeitgeschichte) ‘Zeitgeschichte’
Auf eine Spezifikation der
Epochen nach Dublin Core
wurde verzichtet, weil man sich
zwischen den verschiedenen
Disziplinen nicht auf einheitliche
Perioden einigen konnte.
Is Part Of dcterms:isPartOf Ja Eine verwandte DOI oder bibliografische
Ressource, in der die Angaben (nach Infoclio
beschriebene Zitierstandard), mehrere
Ressource physisch Verweise können angegeben
oder logisch enthalten werden
ist.
3.3 Zugeordnete Ressourcen (Kinder)
Tabelle 2: Metadaten der zugeordneten Ressourcen (Kinder).
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
MediaID dcterms:identifier Ja Eine eindeutige Zufällig generierte Nummern
Zeichenfolge ohne zwischen m000000 und
Leer- oder m999999.
Sonderzeichen, die
auf der Website als
ID verwendet wird.
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
Is Part Of dcterms:isPartOf Ja Eine verwandte ObjectID (des Elternobjekts),
Ressource, in der die DOI oder bibliografische
beschriebene Angaben (nach Infoclio
Ressource physisch Zitierstandard), mehrere
oder logisch Verweise können angegeben
enthalten ist. werden
Filename Ja Der vollständige Keiner (Wenn möglich
Pfad/URL einer Übernahme der Pfade vom
(oder mehreren) System zur Verwaltung der
Datei(en) inkl. der Metadaten und der Ressourcen,
Dateierweiterung. z.B. Omeka)
Title dcterms:title Ja Ein aussagekräftiger Keiner (Wenn möglich
Name der Übernahme aus
Ressource. Originalkatalog)
Subject dcterms:subject Ja Die Schlagwörter Schlagwortindex GenderOpen
der Ressource. Ein oder besser mehrere
Schlagwörter, kommagetrennt.
Für Werte siehe Anhang
Kapitel 7
Description dcterms:description Ja Eine Beschreibung Siehe Schritt-für-Schritt-
der Ressource. Anleitung Kapitel 4
Creator dcterms:creator Nein Eine Entität Klarname und URL zu
(Autor*in), die in Wikidata.org (Laufend Werte
erster Linie für die sammeln und wenn möglich
Erstellung der dieselben wiederverwenden)
Ressource
verantwortlich ist.
Publisher dcterms:publisher Ja Eine Einrichtung, die Klarname und URL zu
für die Wikidata.org (Laufend Werte
Bereitstellung der sammeln und wenn möglich
Ressource dieselben wiederverwenden)
verantwortlich ist.
(Bei Büchern und
Buchausschnitten
ist eine Bibliothek
anzugeben. Die
bibliografische
Referenz wird unter
Rights vermerkt.)
Klarname und URL zu
Wikidata.org (Laufend Werte
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
sammeln und wenn möglich
dieselben wiederverwenden)
‘Historisches Musem Basel
Q386286’
‘Staatsarchiv des Kantons
Basel-Stadt Q2324698’
‘Universitätsbibliothek Basel
Q81164649’
‘Basler Mission Q20614250’
‘Jüdisches Museum Q1551099’
Date dcterms:date Nein Der Zeitpunkt oder Extended Date/Time Format
Zeitraum der (EDTF)
(geschätzten)
Erstellung der
Ressource.
‘2014-03-05’ Typisches
vollständiges Datum, JJJJ-MM-
TT, muss führende Nullen an
Monat und Tag enthalten
‘2014-03’ Nur für den Monat
angegeben; “irgendwann im
März 2014”.
‘2014’ Nur für das Jahr
angegeben; “irgendwann im
Jahr 2014”.
‘2014-21’ Jahreszeit (nördliche
Hemisphäre): 21=Frühling,
22=Sommer, 23=Herbst,
24=Winter
‘2014~’ Ungefähres Datum:
“Ungefähr 2014”. Die genaue
Interpretation von “ungefähr”
ist nicht spezifiziert, aber +/- 2
der genauesten angegebenen
Einheiten (in diesem Beispiel
Jahre) ist eine vernünftige
Erwartung.
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
‘2014?’ Ungewisses Datum:
“Vielleicht 2014.” Die Alternative
könnte alles andere sein. Damit
sollte jedoch sparsam
umgegangen werden, denn das
“alles andere” ist unerwünscht.
Wenn eine Vorstellung von
einem Bereich möglicher Daten
besteht, kann die Bereichsform
verwendet werden.
‘[2012,2014]’ Eines der
angegebenen Daten.
‘2XXX’ Unbestimmte Ziffer(n)
von rechts: Das Zeichen “X”
kann anstelle einer oder
mehrerer Ziffern ganz rechts
verwendet werden, um
anzuzeigen, dass der Wert
dieser Ziffer in den folgenden
Fällen nicht spezifiziert ist:
Beispiel 1 ‘201X’, Beispiel 2
‘20XX’ Jahr angegeben, Monat
unspezifiziert in einem Jahr-
Monat-Ausdruck
(Monatsgenauigkeit), Beispiel 3
‘2004-XX’ Jahr und Monat
werden angegeben, der Tag
wird in einem Jahr-Monat-Tag-
Ausdruck nicht angegeben
(Tagesgenauigkeit), Beispiel 4
‘1985-04-XX’ Jahr angegeben,
Tag und Monat nicht angegeben
in einem Jahr-Monat-Tag-
Ausdruck (Tagesgenauigkeit),
Beispiel 5 ‘1985-XX-XX’
‘[2014-01-03..2014-04-15]’
Bereich des ungewissen
Datums: “Irgendwann zwischen
dem 3. Januar und dem 15.
April 2014.” Beachte, dass genau
zwei Zeiträume zwischen den
Daten liegen. Dies ist die
bevorzugte Form für
unbestimmte Daten, da sie für
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
den Computer am einfachsten
zu verarbeiten ist. NICHT ein
Intervall gültiger Daten (“im
Zeitraum vom 3. Januar bis 15.
April 2014”); das wird als
separates Start- und Enddatum
eingegeben.
‘[..2014-04-15]’ Unbegrenzter
Bereich mit ungewissem
Datum: “Irgendwann vor dem
15. April 2014”. Wenn du also
eine Vorstellung vom Beginn
des Zeitfensters hast, gib es
bitte ein.
‘[2014-04-15..]’ Offener Bereich
mit ungewissem Datum:
“Irgendwann nach dem 15. April
2014”. Das System interpretiert
dies als einen Zeitpunkt
zwischen diesem Datum und
heute. Wenn du also eine
Vorstellung vom Ende des
Zeitfensters hast, gib es bitte
ein.
‘unknown’ Das Datum ist völlig
unbekannt, aber es ist bekannt,
dass das Ereignis an einem
bestimmten Datum stattfindet.
Wir wissen z.B., dass die
Organisation eines Zweigs an
einem bestimmten Tag
stattgefunden haben muss, aber
wir haben keine Ahnung, wann
dieser Tag war. Bitte gehe
sparsam damit um, denn das
System kann daraus nichts
abschätzen; wenn du eine
Vorstellung von einem
bestimmten Datum hast,
verwende das Formular für den
Zeitraum.
Era dcterms:temporal Ja Epoche ‘Ur- und Frühgeschichte’
(Frühgeschichte,
Antike, Mittelalter,
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
Neuzeit,
Zeitgeschichte)
‘Römische Zeit und Spätantike’
‘Mittelalter’
‘Neuzeit’
‘Zeitgeschichte’
Auf eine Spezifikation der
Epochen nach Dublin Core
wurde verzichtet, weil man sich
zwischen den verschiedenen
Disziplinen nicht auf
einheitliche Perioden einigen
konnte.
Type dcterms:type Ja Die Art oder das DCMI Type Vocabulary
Genre der
referenzierten
Ressource im
Archiv/Bibliothek
etc.
Bei Grafiken wird zu Zwecken
einer semantischen Klarheit
anstatt “Dataset” den Type
“Image” verwendet.
‘Collection’ Eine Sammlung von
Ressourcen.
‘Dataset’ Eine Sammlung von
Daten, die für die Verarbeitung
durch ein Computerprogramm
strukturiert ist.
‘Event’ Eine zeitliche Entität, die
durch einen festen Zeitpunkt
oder ein Intervall im Zeitverlauf
gekennzeichnet ist.
‘Image’ Eine visuelle
Darstellung, die nicht primär für
Kommunikation über Text
hinausgeht.
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
‘Interactive Resource’ Eine
Ressource, die eine Interaktion
mit dem Benutzer erfordert, um
ihren Zweck zu erfüllen.
‘Moving Image’ Eine Serie von
visuellen Darstellungen, die
eine Illusion von Bewegung
erzeugen, wenn sie in schneller
Abfolge gezeigt werden.
‘Physical Object’ Ein physisches
Objekt (z.B. ein Buch, ein
Gemälde oder eine Statue).
‘Service’ Ein System, das
anderen Systemen Ressourcen
zur Verfügung stellt.
‘Software’ Ein
Computerprogramm in
ausführbarer Form.
‘Sound’ Eine Ressource, die
primär für die Wahrnehmung
durch das Ohr bestimmt ist.
‘Still Image’ Eine statische
visuelle Darstellung.
‘Text’ Eine Ressource, die
primär für die Kommunikation
durch Text bestimmt ist.
Format dcterms:format Ja Das Dateiformat der Internet Media Types (MIME)
Ressource.
‘application/pdf’ Portable
Document Format (PDF).
‘image/jpeg’ JPEG-Bilddateien.
‘image/png’ PNG-Bilddateien.
‘image/gif’ GIF-Bilddateien.
‘image/svg+xml’ SVG (Scalable
Vector Graphics) Dateien.
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
‘audio/mpeg’ MP3-
Audiodateien.
‘audio/wav’ WAV-Audiodateien.
‘video/mp4’ MP4-Videodateien.
Extent dcterms:extent Nein Das physische Breite und Höhe in Pixel (kann
Medium oder die automatisiert aus der Bilddatei
Abmessungen der ausgelesen werden)
Ressource.
Source dcterms:source Ja (ausser Ein eindeutiger Institutionenspezifisch (Wenn
Abbildungen) Verweis auf die möglich Übernahme aus
Ressource innerhalb Originalkatalog)
eines bestimmten
Kontexts.
Language dcterms:language Nein Eine Sprache der ISO 639-2
Ressource.
Relation dcterms:relation Ja (ausser Eine verwandte URL zum Originalkatalog
Privatsammlung) Ressource.
Rights dcterms:rights Ja Informationen über Keiner (Wenn möglich
die Rechte an der Übernahme aus
Ressource. Achtung: Originalkatalog)
Bei Fotografien ist
die Fotograf:in
ebenfalls hier
anzugeben.
License Ja URL zur Lizenz CreativeCommons.org oder
RightsStatements.org
‘https://creativecommons.org/p
ublicdomain/mark/1.0/’ Public
Domain Mark (PDM) [Free
Culture]
‘https://creativecommons.org/p
ublicdomain/zero/1.0/’ CC0
[Free Culture]
‘https://creativecommons.org/li
censes/by/4.0/’ CC BY
(Attribution) [Free Culture]
Erlaubt anderen, das Werk zu
verbreiten, zu remixen, zu
verändern und darauf
Name Dublin Core Obligatorisch Verwendung Datenwertstandard
aufzubauen, auch kommerziell,
solange der Urheber genannt
wird.
‘https://creativecommons.org/li
censes/by-sa/4.0/’ CC BY-SA
(Attribution-ShareAlike) [Free
Culture] Erlaubt anderen, das
Werk zu remixen, zu verändern
und darauf aufzubauen, auch
kommerziell, solange das neue
Werk unter der gleichen Lizenz
veröffentlicht wird.
‘https://creativecommons.org/li
censes/by-nc-sa/4.0/’ CC BY-NC-
SA (Attribution-
NonCommercial-ShareAlike)
Erlaubt anderen, das Werk zu
bearbeiten, solange es nicht
kommerziell genutzt wird und
unter denselben Bedingungen
weitergegeben wird.
‘http://rightsstatements.org/vo
cab/InC/1.0/’ In Copyright. Das
Werk ist urheberrechtlich
geschützt.
‘http://rightsstatements.org/vo
cab/InC-RUU/1.0/’ In Copyright -
Rights-holder(s) unlocatable or
unidentifiable
3.4 Relation von Objekt und Media
MEDIA
text id ID des Medienobjekts, z.B. m1234567
text title Titel des Kinder- bzw. Medienobjekts
GenderOpen[] subject Schlagworte/Themen des Medienobjekts, z.B. 'Alter', 'Carearbeit'
text description Beschreibung des Medienobjekts
text_URI[] creator Name der Ersteller*in wenn möglich mit Wikidata-URL
text_URI[] publisher Name der Aufbewahrungsort (z.B. Museum) wenn möglich mit Wikidata-URL
text date Veröffentlichungs- oder Erstellungsdatum nach dem EDTF
era temporal Ur- und Frühgeschichte, Römische Zeit und Spätantike, Mittelalter, Neuzeit oder Zeitgeschichte
DCMI_type type DCMI Typ des Medienobjekts, z.B. image, dataset etc.
MIME_type format Dateiformat, z.B. application/pdf, image/jpeg
text extent Abmessungen des Medienobjekts in Pixel 3000x2000
text_URI[] source Quellenangabe (Signatur), falls verfügbar mit URL
ISO639-2 language Sprache des Medienobjekts, z.B. de, en
URI[] relation URL-Verweise auf interne Objekte oder externe Informationen
text rights Angaben zu Urheberrechten
LicenseURL license Lizenz unter der das Medienobjekt veröffentlicht ist
hasPart
OBJECT
text id abb1234567
text title Titel des Elternobjekts
GenderOpen[] subject Schlagworte/Themen des Objekts, z.B. 'Mittelalterliche Kunst'
text description Beschreibung mit Verweisen auf andere Ressourcen, z.B. 'enthält historische Daten über Basel'
era temporal Ur- und Frühgeschichte, Römische Zeit und Spätantike, Mittelalter, Neuzeit oder Zeitgeschichte
ISO639-2 language Sprache des Medienobjekts, z.B. de, en
text_URI[] isPartOf Referenzen auf übergeordnete Sammlungen oder Publikationen, z.B. DOI, bibliografische Angaben
Abbildung 5: Relation von Objekt und Media.
4 Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung von Metadaten
für historische Quellen und Forschungsdaten
In diesem Kapitel wird eine detaillierte Anleitung zur Erstellung von Metadaten für historische Ressourcen
präsentiert, wobei ein besonderer Fokus auf dem Umgang mit sensiblen Inhalten liegt. Die Anleitung beinhaltet
bewährte Praktiken aus der bestehenden Fachliteratur sowie Erfahrungen, die im Rahmen von
Stadt.Geschichte.Basel gesammelt wurden. Dabei werden nicht nur allgemeine Tipps zum Umgang mit Metadaten
gegeben, sondern auch konkrete Schritte und Herausforderungen aus dem Projekt Stadt.Geschichte.Basel
illustriert. Die Erfahrungen sind jeweils in den grauen Kästen vermerkt. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung dient
sowohl Personen, die sich neu mit Metadaten befassen, als auch erfahrenen Fachpersonen als Ressource für die
Gestaltung der Metadaten.
4.1 Erster Schritt: Vorbereitung
Der erste Schritt besteht darin, zu klären, welche Metadaten zu welchem Zweck und für welches Publikum
gesammelt werden sollen. Die folgenden Fragen über die Art der Ressource, die Zielgruppe oder den Kontext
helfen bei der Eingrenzung der relevanten Metadaten.
4.1.1 Was beschreibe ich?
Wird ein physisches Objekt, ein digitales Objekt oder eine digitale Darstellung eines physischen Objekts
beschrieben? Diese Frage ist wichtig, da unterschiedliche Arten von Quellen unterschiedliche Informationen
erfordern und spezifische Metadatenkategorien relevant sein können. Die grundlegenden Unterschiede sind:
Physische Objekte sind materielle Gegenstände wie Bücher, Gemälde, Dokumente oder Artefakte. Beim
Erstellen von Metadaten für physische Objekte müssen Informationen erfasst werden, die direkt mit dem
Objekt selbst in Verbindung stehen. Dazu gehören physische Merkmale wie Grösse, Material, Zustand,
Herkunft und allenfalls spezielle Merkmale oder Besonderheiten des Objekts.
Digitale Objekte sind nicht-materielle Inhalte, die in digitaler Form vorliegen. Sie können unter anderem
Texte, Bilder, Audio- oder Videodateien umfassen. Bei den Metadaten für digitale Objekte müssen technische
Informationen wie Dateiformat und -typ, Dateigrösse oder Auflösung berücksichtigt werden. Ausserdem
müssen Rechte und Lizenzen des digitalen Objektes geklärt und entsprechende Informationen zu
Urheberrechten angegeben werden.
Digitale Darstellungen physischer Objekte sind digitale Repräsentationen von physischen Objekten. Bei der
Erstellung von Metadaten für digitale Darstellungen physischer Objekte müssen sowohl Informationen über
das ursprüngliche physische Objekt als auch über die digitalen Aspekte erfasst werden.
Erfahrungen der Stadt.Geschichte.Basel
Bei den Ressourcen der Stadt.Geschichte.Basel handelt es sich vorwiegend um digitale Darstellungen physischer Objekte
sowie um digitale Objekte. Vor diesem Hintergrund muss der Fokus bezüglich der Metadaten von Anfang an breit gesetzt
werden. Das hat dazu geführt, dass im Verlauf des Erstellens des Metadatenschemas einzelne Felder hinzugefügt und später
wieder verworfen wurden.
4.1.2 Wer ist meine Zielgruppe?
Es ist wichtig, die Zielgruppe für die zu erstellenden Metadaten zu kennen, da sie die Relevanz, den Umfang und
die Art der Metadaten beeinflusst. Auch die Zielgruppe, die auf die Metadaten zugreift, kann von
Diskriminierungserfahrungen betroffen sein. Das muss berücksichtigt werden. Durch die Kenntnis der Zielgruppe
können die Metadaten spezifisch auf die Bedürfnisse der Benutzer*innen angepasst werden.
Erfahrungen der Stadt.Geschichte.Basel
Die Hauptzielgruppe umfasst Forschende und Studierende, die nebst technischen Informationen auch Metadaten
benötigen, die ihnen dabei helfen, den Kontext der Forschungsdaten zu verstehen. Beispiele dafür sind etwa Informationen
über den historischen Zeitraum, die kulturellen oder politischen Bedingungen sowie die Quellenbasis.
4.1.3 Welche Informationen werden benötigt, um die Ressource zu
identifizieren?
Dies kann je nach Informationsstand und Art der Objekte mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen. Es ist
wichtig, mögliche Schwierigkeiten bei der Identifizierung von Beginn weg zu berücksichtigen. Beispielsweise
können unvollständige oder beschädigte Informationen, wie beispielsweise verblasste Beschriftungen, die
Identifizierung physischer Objekte erschweren.
Erfahrungen der Stadt.Geschichte.Basel
Stadt.Geschichte.Basel war bei der Identifikation der Informationen für die Ressourcen mit folgenden Schwierigkeiten
konfrontiert: Insbesondere bei Archiven fehlten oftmals Beschreibungen zu einzelnen Ressourcen. Konkret fehlte etwa beim
Plakat zu den sogenannten "Völkerschauen" (siehe Kapitel 5.2) die Information, wer das Plakat herstellte. In solchen Fällen
waren selbständige Recherchen oder eine Rücksprache mit den jeweiligen Gedächtnisinstitutionen erforderlich.
4.1.4 Welche Informationen werden benötigt, um die Ressourcen in den
richtigen Kontext zu setzen?
Um eine Ressource kontextualisieren zu können, müssen grundlegende Aspekte wie der historische Zeitraum, der
geografische Kontext, der kulturelle und soziale Hintergrund sowie die Quellenbasis berücksichtigt werden. Mit
der Kontextualisierung der historischen Ressource wird sichergestellt, dass die Ressource nicht isoliert betrachtet,
sondern in einen grösseren historischen, sozialen und politischen Kontext gestellt wird.
Erfahrungen der Stadt.Geschichte.Basel
Stadt.Geschichte.Basel legt besonderen Wert auf die Kontextualisierung, um nicht unkritisch Diskriminierung in einzelnen
Ressourcen zu reproduzieren. Für die Recherche stützt sich Stadt.Geschichte.Basel unter anderem auf Informationen aus
den Bänden des Projekts sowie auf historische Nachschlagewerke wie das Basler Stadtbuch oder das Historische Lexikon
der Schweiz. Um eine weiterführende Recherche zu ermöglichen und zu erleichtern, sind die entsprechenden
Nachschlagewerke im Fliesstext der Quellenbeschreibung direkt verlinkt.
Im untenstehenden Beispiel aus den Ressourcen der Stadt.Geschichte.Basel werden die Schritte zur
Kontextualisierung einer Quelle ausgeführt.
4.1.5 Beispiel: Beschreibung der Reproduktion des Plakates "Völkerschau in
Basel 1926"
Im Zeitraum zwischen 1879 und 1935 fanden im Basler Zoo 21 sogenannte “Völkerschauen” (Achtung Link führt zu
diskriminierenden Bildern) — heute auch Menschenzoos genannt — statt, in denen Menschen aus verschiedenen
Kulturen ausgestellt wurden. Schweizweit fanden solche Schauen bis ins Jahr 1964 statt. Bei diesen
Veranstaltungen wurden Menschen entweder in festen Einrichtungen, mobilen Zoos oder sogar in
Zirkusvorführungen zur Schau gestellt. Dahinter stand ein rassistisches, imperialistisches und kolonialistisches
Menschenbild. Die in den Werbeplakaten verwendete Bildsprache bediente sich an kolonialen Fantasien der
europäischen Bevölkerung und stellte die Menschen als vermeintlich”primitiv”, “wild”, “kriegerisch” und
“exotisch” dar, was zu einer Aufrechterhaltung von negativen Stereotypen führte. Die Schauen waren in der
Ideologie der “Rassentheorie” verwurzelt, die eine Überlegenheit der europäischen Bevölkerung gegenüber
anderen Kulturen auf angeblich wissenschaftlicher Grundlage behauptete. Die Ideologie der Rassentheorie wurde
genutzt, um die Ausstellung dieser Menschen als akzeptabel darzustellen, indem sie als blosse Objekte zur
Unterhaltung des Publikums behandelt wurden. Die tief verwurzelten Stereotypen und Vorurteile wurden über
Generationen hinweg in Kultur und Sprache weitergegeben, sei es durch Bücher, Filme oder Erzählungen. Einige
der Bilder, die einst dazu gedient haben sollen, die Unterdrückung oder vermeintliche "Rettung" und den "Schutz
vor sich selbst" bestimmter "primitiver und unzivilisierter Völker" zu rechtfertigen, bestehen teilweise noch bis
heute und manifestieren sich in unterschiedlichen Formen von Diskriminierung.
In die Beschreibung der Reproduktion des Plakates "Völkerschau in Basel 1926" (siehe Kapitel 5.2) sind folgende
Überlegungen eingeflossen:
4.1.5.1 Entstehungskontext der Ressource
Zunächst ist es wichtig, die Ressource in einen historischen Kontext zu stellen. Rassistische Ideologien haben sich
im Laufe der Geschichte verändert, und auch das Verständnis von Rassismus hat sich gewandelt. Daher ist es
wichtig, die Ressource im Kontext ihrer Entstehungszeit zu analysieren, um zu verstehen, wie rassistische
Überzeugungen zu dieser Zeit verbreitet waren.
4.1.5.1.1 Sozialer und politischer Kontext
Diskriminierungsformen wie Rassismus sind eng mit sozialen, politischen, wissenschaftlichen, ökonomischen und
kulturellen Strukturen verbunden. Die Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen und politischen Kontext
ermöglicht es, Faktoren wie rechtliche und soziale Diskriminierung, koloniale Herrschaftssysteme,
diskriminierende Rezeptions- und Reproduktionspraktiken sowie allgemeine institutionelle Strukturen zu
erkennen. Dieses Wissen hilft auch, die Motivation hinter Darstellungen wie dem Plakat des Basler Zoos besser
einzuschätzen und kritisch zu hinterfragen.
4.1.5.1.2 Quellenbeschreibung
Zu jeder Kontextualisierung gehört eine inhaltliche Beschreibung der Quelle, um die spezifischen
Diskriminierungsformen zu benennen. Auch die Intention der Quelle ist für das Verständnis des Kontextes
notwendig. Im Fall des oben beschriebenen Beispiels wurde das Plakat unter anderem deshalb erstellt, um einem
weissen Publikum die Sensation anzupreisen, eine vermeintlich “primitive” und “exotischen” Bevölkerungsgruppe
sehen zu können.
4.1.5.1.3 Kontext der Autor*innen
Informationen über die Verfasser*innen der Quelle können ebenfalls dazu beitragen, Aufschluss darüber zu geben,
warum bestimmte Diskriminierungsformen in der Quelle dargestellt werden. Fragen wie "Wer war die Person?"
"Was war ihre Position?" "Welche Überzeugungen könnten ihre Sichtweise beeinflusst haben?" können gestellt
werden.
4.1.5.1.4 Interpretation und Rezeption
Bei der Kontextualisierung ist es wichtig, die historische Interpretation und Rezeption zu berücksichtigen. Wie
wurde die Quelle zur Zeit ihrer Entstehung von der breiten Öffentlichkeit interpretiert? Wie wird sie heute
interpretiert? Welche Kontroversen oder Diskussionen gab es um die Quelle? Es ist wichtig, immer die historische
und die gegenwärtige Seite gegenüber zu stellen sowie auf Kontinuitäten von Diskriminierungsformen
hinzuweisen, um die Quelle richtig bewerten zu können und vor allem, um die Diskriminierung, die sie enthält,
besser aufzeigen zu können.
4.1.5.1.5 Begriffe
In den letzten Jahren hat die öffentliche Debatte, wie mit diskriminierenden Begriffen in Metadaten umgegangen
werden soll, zugenommen. Auch Museen, Archive und Bibliotheken stellen sich vermehrt die Frage, welche
Methoden angewendet werden sollen, damit Diskriminierung nicht reproduziert wird. Im Folgenden werden drei
unterschiedliche Ansätze erläutert. Bei der “Titelkontextualisierung” wird zwar der diskriminierende Begriff
benannt, aber gleichzeitig kritisch kontextualisiert, wobei der Umfang der Kontextualisierung stark variieren kann.
Ein anderer Ansatz ist die “Titelverfremdung”. Dabei können die Titel auf den Kopf gestellt, durchgestrichen oder
gespiegelt werden. Ausserdem ist die Einbindung von Sternchen möglich, bei der die einzelnen Buchstaben durch
Asterisken ersetzt werden. Als dritte Methode kann der Titel geändert werden. Wichtig ist dabei, diesen Prozess der
Titeländerung zu dokumentieren. Warum wurde der Begriff geändert und wer hat dem Objekt seinen Titel
gegeben? Zudem ist es für die Objektgeschichte oder Sammlungsgeschichte nicht unwichtig, aus welcher
Perspektive das Objekt rezipiert wurde und aus welcher Motivation das Objekt gesammelt wurde.
Erfahrungen der Stadt.Geschichte.Basel
Das Projekt hat sich für die Methode der “Titelkontextualisierung” entschieden - unter anderem wegen der besseren
Durchsuchbarkeit auf der Forschungsdatenplattform. Weil der Schlagwortindex-GenderOpen gezielt sensible Schlagworte
enthält, lassen sich Diskriminierungen in historischen Quellen einfacher finden. Die diskriminierenden Inhalte werden auf
der Webseite jeweils mit einer Triggerwarnung angezeigt.
4.1.6 Wie werden die Metadaten der Zielgruppe zugänglich gemacht?
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Metadaten der Zielgruppe zugänglich zu machen. So können Metadaten
etwa in öffentlichen Bibliotheken, Archiven oder Online-Archiven - sogenannten Repositorien - veröffentlicht
werden. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass bei Open Data Plattformen nicht immer kontrolliert werden kann,
wer und wie die Metadaten verwendet werden.
Erfahrungen der Stadt.Geschichte.Basel
Stadt.Geschichte.Basel betreibt eine Forschungsdatenplattform. Diese wird als zentrales Repositorium dienen, in dem alle
Forschungsressourcen gesammelt und für die Öffentlichkeit nach den FAIR-Prinzipien zugänglich gemacht werden.
Nutzer*innen können einfach auf die Plattform zugreifen, die umfangreiche Datenbank durchsuchen und relevante
Ressourcen für ihre spezifischen Bedürfnisse finden. Daher ist es wichtig, klare und präzise Informationen darüber zu
liefern, wem diese Ressourcen gehören und wer sie nutzen kann. Die Details zu Eigentum und Nutzungsrechten werden
deutlich in den Metadaten jeder Ressource angegeben.
4.2 Schritt Zwei: Metadatenfelder festlegen
Für die Festlegung der Metadatenfelder empfiehlt es sich, von einem Standard auszugehen und die Liste
entsprechend der eigenen Bedürfnisse anzupassen.
Stadt.Geschichte.Basel ist von den 15 Feldern vom Dublin Core Metadata Element Set ausgegangen:
Metadatenfelder des Dublin Core Metadata Element Set.
Metadatenfeld Beschreibung
Contributor Eine Entität, die Beiträge zur Ressource leistet.
Coverage Das räumliche oder zeitliche Thema der Ressource, die räumliche Anwendbarkeit der
Ressource oder die Zuständigkeit, unter der die Ressource relevant ist.
Creator Eine Entität, die hauptsächlich für die Erstellung der Ressource verantwortlich ist.
Metadatenfeld Beschreibung
Date Ein Zeitpunkt oder ein Zeitraum, der mit einem Ereignis im Lebenszyklus der Ressource
verbunden ist.
Description Eine Beschreibung der Ressource.
Format Das Dateiformat, das physische Medium oder die Abmessungen der Ressource.
Identifier Ein eindeutiger Verweis auf die Ressource in einem gegebenen Kontext.
Language Die Sprache der Ressource.
Publisher Eine Entität, die für die Bereitstellung der Ressource verantwortlich ist.
Relation Eine verwandte Ressource.
Rights Informationen über in der Ressource und über die Ressource gehaltene Rechte.
Source Eine verwandte Ressource, von der die beschriebene Ressource abgeleitet ist.
Subject Das Thema der Ressource.
Title Ein Name, der der Ressource gegeben wird.
Type Die Art oder das Genre der Ressource.
Während mit der Beantwortung der in Schritt eins gestellten Fragen begonnen wird, kann es hilfreich sein,
diejenigen Informationen aufzulisten, die als Datenpunkte aufgenommen werden sollen. Das können
beispielsweise Titel, Thema, Zugriffsrechte, usw. sein. Wenn zum Beispiel Bilder auf einer Karte überlagert werden
sollen, müssen Koordinatendaten aufgenommen werden. Die Erstellung der Liste der Metadatenfelder erfolgt
schrittweise und parallel zur Annotation der einzelnen Ressourcen. Es kann sein, dass während der
Quellenannotationen einige Datenpunkte wieder verworfen werden müssen, da sie für die Gesamtheit der
Ressourcen nicht erhoben werden können.
Während die einzelnen Ressourcen annotiert werden, muss entschieden werden, ob bestehende
Metadatenschemas wie das Dublin Core Metadata Element Set übernommen, angepasst oder ein eigenes Schema
erstellt werden soll. Die Übernahme von fertigen Schemas oder deren Ergänzung durch einzelne Elemente hat
gegenüber der Erstellung eines eigenen Schemas mehrere Vorteile. So werden etwa Kosten und Aufwand gespart,
die Schemas sind benutzerfreundlich und interoperabel.
Erfahrungen der Stadt.Geschichte.Basel
Beim Erstellen der Metadatenliste hat sich gezeigt, dass die Übernahme der Standardfelder von Dublin Core eine gute
Grundlage für die weitere Arbeit bietet. So wurde beispielsweise anhand des Feldes “Date” das Feld “Era” hinzugefügt, um
ein noch breiteres zeitliches Spektrum angeben zu können.
4.3 Schritt Drei: Bereits vorhandene Metadaten zusammenstellen
Schon während des Auflistens von Datenpunkten kann überlegt werden, welche beschreibenden Informationen
oder Metadaten bereits vorliegen. Diese Informationen können als Erstes in das Metadatenschema eingefügt
werden. Oftmals liegen bei Gedächtnisinstitutionen schon Informationen bereit, welche in die Metadatenschemas
integriert werden können.
Folgende Fragen sind dabei zentral: Welche Elemente oder welche Art von Informationen sind in den
Gedächtnisinstitutionen aufgezeichnet oder dargestellt? Ein besonderes Augenmerk muss darauf gelegt werden,
welche Ideologien in einem gewissen historischen Kontext gesellschaftlich und institutionell vorherrschend
waren, damit nicht diskriminierende Perspektiven, die den Informationen inhärent sind, reproduziert werden.
Weitere Fragen sind: Fehlen Informationen über die Ressourcen? Gibt es Informationen, die schwer zu finden oder
zu erstellen sind? Bei der letzten Frage müssen je nach Ressourcenverfügbarkeit weitere Recherchen gemacht
werden, bei der Institution der Quelle nachgefragt oder sonst ein Feld leer gelassen werden.
4.4 Schritt Vier: Zeitmanagement beachten
Es ist wichtig, dass das "goldene Minimum" gefunden wird. Was genau das goldene Minimum im Rahmen des
jeweiligen Projekts ist, hängt von den Projektzielen und den verfügbaren Ressourcen ab.
Es muss bestimmt werden, welche Informationen wichtig sind, um das Auffinden und die Identifikation zu
erleichtern sowie einen ausreichenden Kontext zu liefern, aber nicht mehr. Insbesondere der Text zur
Kontextualisierung der Quelle soll zwar die wichtigsten Informationen enthalten, ins Detail muss er jedoch nicht
gehen. Falls eine Gedächtnisinstitution bereits über einen längeren beschreibenden Text zur Ressource verfügt,
kann nachgefragt werden, ob Aspekte daraus übernommen werden dürfen. Dies kann viel Zeit für weitere
Recherchen einsparen.
Ebenfalls ist es wichtig, zeitliche Limiten für die Annotation einzelner Quellen festzusetzen. So wird nicht zu viel
Rechercheaufwand für einzelne Quellen aufgewendet. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, vor der eigentlichen
Quellenannotation einen Überblick über die gesamte Quellenlage zu erstellen. Ziel dabei ist es, eine ungefähre
Vorstellung über die Anzahl an Quellen mit Diskriminierung zu erhalten. Anhand von Erfahrungswerten kann
abgeschätzt werden, wie viel Aufwand für die einzelnen Quellen benötigt wird.
Erfahrungen der Stadt.Geschichte.Basel
Es kann hilfreich sein, von den vorhandenen Informationen aus den Gedächtnisinstitutionen auszugehen und dann die
weiter oben beschriebenen Schritte durchzugehen. Für das Zeitmanagement war es besonders hilfreich, dass
Informationen zu den Quellen direkt aus den einzelnen Bänden genommen werden konnten. Schwierig war es hingegen,
vor den Annotationen einen Gesamtüberblick zu den Quellen mit Diskriminierung zu erhalten. So wurde die Liste potenziell
diskriminierender Themen erst erstellt, nachdem das Projekt eine grössere Anzahl von Quellen annotiert hatte.
4.5 Schritt Fünf: Metadatenpunkte fertigstellen
In diesem Schritt wird die Liste der Datenpunkte fertiggestellt. Diese Liste kann als eigenes Metadatenschema
kodifiziert oder auf ein bestehendes Schema, wie z.B. Dublin Core übertragen werden. Diesen Weg hat
Stadt.Geschichte.Basel gewählt.
In vielen Fällen, insbesondere bei komplexen Objekten oder hierarchisch strukturierten Archiv- und anderen
Sammlungsarten, kann auch eine Kombination von Schemata die beste Lösung sein (z. B. MARC oder BIBFRAME
und/oder EAD auf der Ebene der Sammlung; MARC, Dublin Core, MODS, VRA Core, oder LIDO auf der Ebene der
Objekte).
4.6 Sechster Schritt: Datenwertstandards wählen
Institutionen müssen eine sorgfältige Auswahl an geeigneten Metadatenschemata, kontrollierten Vokabularen
(einschliesslich sammlungsspezifischer Thesauri und lokaler Auswahllisten) und Katalogisierungsstandards
treffen. Folgende Fragen müssen dabei gestellt werden: Sollen Datenwertstandards (kontrollierte Vokabulare,
Thesauri, Kodierungs- oder Formatierungsstandards) verwendet werden? Wenn ja, welche Standards sollen für
welche Felder gelten? Kontrollierte Vokabulare sind zu bevorzugen, da diese für die Weiterverwendung der
Forschungsdaten als Basis für interoperable Schnittstellen dienen können.
Alternativ können auch eigene Standards für Datenwerte erstellt werden, beispielsweise ein themenspezifisches
Vokabular oder eine kontrollierte Liste von Namen. Wichtig ist die Dokumentation der Entscheidung und der
Vokabulare.
Erfahrungen der Stadt.Geschichte.Basel
Im Falle des Feldes "Subject" hat Stadt.Geschichte.Basel den Schlagwortindex GenderOpen als kontrolliertes Vokabular
gewählt, um die verschiedenen Diskriminierungsformen beschreiben zu können.
4.7 Siebter Schritt: Checkliste
Bei der Erstellung oder Bewertung von Metadaten ist es wichtig, sich immer wieder zu fragen:
Genauigkeit: Sind die erfassten Daten korrekt und sachlich?
Vollständigkeit: Wurden alle relevanten Daten vollständig erfasst?
Konsistenz: Wurden die Daten konsistent eingegeben? Wird derselbe Satz von Metadatenelementen
verwendet, um alle Ressourcen in der Sammlung zu beschreiben? Werden die Daten in demselben Format
eingegeben?
Interoperabilität:Sind die Daten maschinenlesbar? Können die Metadaten leicht in ein anderes System
migriert und von diesem verstanden werden? Können sie mit anderen Metadatensätzen oder Sammlungen
zusammengeführt werden?
Inklusivität:Sind die Daten inklusiv, nicht abwertend und frei von Vorurteilen und schädlicher Sprache? Falls
historische Begriffe verwendet werden: Werden sie korrekt kontextualisiert? Sind die verwendeten Begriffe für
die beschriebene Ressource geeignet? Stimmen die Begriffe und beschreibenden Informationen mit der Art
und Weise überein, wie die Ersteller*innen oder Nutzer*innen einer Ressource diese beschreiben könnten?
Ethische Überlegungen:Enthalten die Daten persönliche, identifizierende oder anderweitig sensible
Informationen? Sind die Rechte vorhanden, die in den Daten enthaltenen Informationen aufzuzeichnen oder
zu veröffentlichen? Werden die Mitwirkenden an den Daten und die darin zitierten Ressourcen genannt?
5 Beispiele
Auf der Forschungsdatenplattform werden Forschungsdaten und weitere Ressourcen der Stadt.Geschichte.Basel
über eine benutzer*innenfreundliche Oberfläche Forschenden, Studierenden und Geschichtsinteressierten zur
Verfügung gestellt. Jede Ressource (eine Quelle, ein Foto, eine Illustration, ein Datensatz etc.) wird mit Metadaten
versehen, im Vier-Augen-Prinzip von Fachleuten geprüft, veröffentlicht und langzeitarchiviert. Die Daten können
frei heruntergeladen werden und verweisen auf andere Informationsquellen und Vermittlungsangebote. Die
Stadt.Geschichte.Basel nimmt auch Daten anderer Projekte auf, insofern ein Bezug zu Basel gegeben ist.
Hinweis zur anstehenden Überarbeitung des Handbuchs
Die in diesem Kapitel gezeigten Beschreibungstexte und Metadaten sind eine Momentaufnahme aus dem Projekt
Stadt.Geschichte.Basel und befinden sich in Überarbeitung. Sie sind daher nicht als “Best-Practice”-Beispiele zu verstehen.
Wir laden Sie ein, die Beispiele kritisch zu betrachten und als Ausgangspunkt für Diskussionen zu nutzen.
5.1 Das Bad zu Leuk
Abbildung 6: Das Bad zu Leuk
Hinweis zur anstehenden Überarbeitung des Handbuchs
Die in den Beispielen gewählten Schlagwörter stammen einzig aus dem Schlagwortindex OpenGender. Dieser selektive
Fokus ist irritierend, da u.a. zentrale Schlagwörter wie “Bad” oder “Hygiene” fehlen. Dies führte zu kritischen Anmerkungen,
wie etwa vom Team der ETH Bibliothek Zürich:
“Sexismus und sexuelle Belästigung” ist m.E. falsch resp. ein Kategorienfehler (Sexismus ist ein moderner Begriff).”
Weiterhin fehlen in der Auswahl treffendere Begriffe, wie “Male Gaze” oder “Sexualisierung”. Diese sind jedoch nicht im
Schlagwortindex OpenGender enthalten.
Tabelle 3: Metadaten des Bildes “Das Bad zu Leuk”
Feldname Wert
MediaId m123456
Feldname Wert
Title Das Bad zu Leuk
Subject Kunst, Sexismus, Sexualität, sexuelle Belästigung, Gesellschaft, Körper, Intimität, Erotik
Description Das Genrebild von Hans Bock zeigt eine Gruppe von Menschen, die ein Bad nehmen, ein beliebter
Zeitvertreib im 16. Jahrhundert. Neben den hygienischen Vorteilen bot das Bad auch Gelegenheit
zur Erholung und Geselligkeit. Für die Posen seiner Figuren verwendete Bock Vorbilder aus
anderen Werken. So war die am Beckenrand sitzende Frau bereits in seinem Venustanz zu sehen.
Der Stil des Gemäldes erinnert an Lucas Cranachs Jungbrunnen, der den mittelalterlichen
Glauben widerspiegelt, dass bestimmte Bäder heilen oder verjüngen können. Es ist zu erwähnen,
dass beide Gemälde die Geschlechternormen der Zeit widerspiegeln. Darüber hinaus wurden
Frauen im 16. Jahrhundert oft objektiviert und als kindlich und unschuldig stereotypisiert, was
sich in der Darstellung junger, unverhüllter Körper in der Kunst widerspiegelt.
Creator Hans Bock d. Ä. Q693916
Publisher Städelmuseum Frankfurt Q163804
Date 1579
Temporal Mittelalter
Type Image
Format image/jpeg
Extent 6676 x 4704
Source Städelmuseum Inv. 2233
Language
Relation https://www.staedelmuseum.de/go/ds/2233
Rights Bilddaten gemeinfrei - Kunstmuseum Basel
KMB, Inv. 87
License https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/
5.2 Plakat zur Völkerschau in Basel, 1926
Abbildung 7: Plakat zur Völkerschau in Basel, 1926
Tabelle 4: Metadaten des Plakats zur Völkerschau in Basel, 1926
Feldname Wert
MediaId m123457
Title Plakat zur Völkerschau in Basel, 1926
Subject Kolonialismus, Imperialismus, Rassismus, Öffentlichkeit, Kultur
Description Im Zeitraum zwischen 1879 und 1935 fanden im Basler Zoo 21 sogenannte “Völkerschauen”
(Achtung Link führt zu diskriminierenden Bildern) - heute auch Menschenzoos genannt - statt, in
denen Menschen aus verschiedenen Kulturen ausgestellt wurden. Schweizweit fanden solche
Schauen bis ins Jahr 1964 statt. Bei diesen Veranstaltungen wurden Menschen entweder in festen
Einrichtungen, mobilen Zoos oder sogar in Zirkusvorführungen zur Schau gestellt. Dahinter stand
ein rassistisches, imperialistisches und kolonialistisches Menschenbild. Die in den Werbeplakaten
verwendete Bildsprache bediente sich an kolonialen Fantasien der europäischen Bevölkerung und
stellte die Menschen als vermeintlich”primitiv”, “wild”, “kriegerisch” und “exotisch” dar, was zu
einer Aufrechterhaltung von negativen Stereotypen führte. Die Schauen waren in der Ideologie der
“Rassentheorie” verwurzelt, die eine Überlegenheit der europäischen Bevölkerung gegenüber
anderen Kulturen auf angeblich wissenschaftlicher Grundlage behauptete. Die Ideologie der
Rassentheorie wurde genutzt, um die Ausstellung dieser Menschen als akzeptabel darzustellen,
indem sie als blosse Objekte zur Unterhaltung des Publikums behandelt wurden. Die tief
verwurzelten Stereotypen und Vorurteile wurden über Generationen hinweg in Kultur und
Sprache weitergegeben, sei es durch Bücher, Filme oder Erzählungen.Einige der Bilder, welche
einst dazu gedient haben sollen, die Unterdrückung oder vermeintliche "Rettung" und den
"Schutz vor sich selbst" bestimmter "primitiver und unzivilisierter Völker" zu rechtfertigen,
bestehen teilweise noch bis heute und manifestieren sich in unterschiedlichen Formen von
Diskriminierung.
Creator
Publisher StaBS Q2324698
Date 1926
Feldname Wert
Temporal Zeitgeschichte
Type Image
Format image/tiff
Extent 23376 x 30371
Source StaBs BSL 1001 N 7
Language deu
Relation https://dls.staatsarchiv.bs.ch/records/135592
Rights print und print digital (2022-)
Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1001 N 7
License https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/
5.3 Schnitzerei am Chorgestühl des Basler Münsters
Abbildung 8: Schnitzerei am Chorgestühl des Basler Münsters
Tabelle 5: Metadaten der Schnitzerei am Chorgestühl des Basler Münsters
Feldname Wert
MediaId m123458
Title Schnitzerei am Chorgestühl des Basler Münsters
Subject Antisemitismus, Judentum, Kunst, Religion, Kirche
Description Ein Schnitzwerk im Chorgestühl des Basler Münsters aus der Zeit um 1380 zeigt eine beleidigende
Darstellung von jüdischen Personen. Das Bild zeigt zwei Personen, die Milch direkt von einer Sau
trinken, was eine Karikatur des jüdischen Nahrungstabus für Schweine ist. Ausserdem
Feldname Wert
symbolisierten Schweine im Mittelalter Sünde und Unreine sowie in der christlichen Ikonographie
steht das Schwein sinnbildlich für den Teufel. Die jüdischen Personen werden im Chorgestühl in
der damals gesetzlich vorgeschriebenen Kleidung dargestellt. So tragen die Personen spitze Hüte.
Die Darstellungen zeugen von religiösen sowie kulturellen Vorstellungen, jüdische Personen zu
diskriminieren und gesellschaftlich auszuschliessen. In Europa gab es mindestens 50 solcher
Darstellungen, die auch in oder an Rathäusern angebracht waren. Einige bestehen noch heute.
Das Original der Schnitzerei im Basler Münster wurde aus ungeklärten Gründen zerstört. Die
Replika wurde erst im Jahr 1996 entfernt und befindet sich nun im Jüdischen Museum der
Schweiz.
Creator
Publisher Denkmalpflege Basel Stadt Q27479725
Date 1384/1390
Temporal Mittelalter
Type Image
Format image/tiff
Extent 3887 x 3619
Source Sammlung Münsterfoto
Language
Relation
Rights In Copyright
Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt, Foto Hans Grunert
License http://rightsstatements.org/vocab/InC-RUU/1.0/
5.4 Hie Basel Hie Schweizer Boden - Liste 3
Abbildung 9: Hie Basel Hie Schweizer Boden - Liste 3
Tabelle 6: Metadaten des Plakats “Hie Basel Hie Schweizer Boden - Liste 3”
Feldname Wert
MediaId m123459
Title Hie Basel Hie Schweizer Boden - Liste 3
Subject Politik, Rassismus, Antisemitismus, Diskurs, Nationalismus, Nationalstaat, Sozialismus, Werbung
Description Das undatierte Wahlplakat der Bürger- und Gewerbepartei (BGP), das von Otto Plattner erstellt
wurde, spiegelt die ideologischen Auswirkungen des Generalstreiks wider. Die bürgerliche Partei
versuchte, dem Aufstieg der Kommunistischen Partei (KP) entschieden entgegenzutreten und
nutzte dabei rassistische Darstellungen: Auf dem Plakat wird das Schreckgespenst des
Kommunismus als eine gewalttätige Menschenmenge mit überzeichneten Nasen dargestellt, die
als Bedrohung für die Schweiz und ihre Bürger*innen angesehen wird.
Creator Otto Plattner Q1748710
Publisher Plakatsammlung, Schule für Gestaltung Q19362827
Date 1925~
Temporal Zeitgeschichte
Type Image
Format image/tiff
Extent 2877 x 4096
Source CH-000957-X:4432
Language gsw
Relation https://commons.wikimedia.org/wiki/File:CH-000957-X-4432_Plattner.tif
https://www.recherche-plakatsammlungbasel.ch/objects/49187/hie-basel-hie-schweizer-boden-
Feldname Wert
liste-3?ctx=b34b16b1c3a4902bd2474a31359b3c34bb330ced&idx=37
Rights Public Domain
License https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/
5.5 Zeitungsinserat in der National-Zeitung, 1955
Abbildung 10: Zeitungsinserat in der National-Zeitung, 1955
Tabelle 7: Metadaten des Zeitungsinserats in der National-Zeitung, 1955
Feldname Wert
MediaId m123410
Title Zeitungsinserat in der National-Zeitung, 1955
Subject Bildung, Biologismus, Rassismus, Ableismus, Ehe, Patriarchat, Sexismus, Sexualität, Familie,
Familienbild, Familienform, Presse
Description Seit 1933 wurde eine Ehe- und Sexualberatungsstelle vom Gesundheitsamt Basel-Stadt
eingerichtet. Neben individuellen Sprechstunden wurden auch Ehekurse für Verlobte und
Neuverheiratete angeboten. In diesen Kursen wurden die Teilnehmenden in Bereichen wie
Medizin, Hygiene, Psychologie und Recht geschult. Die Gründung der Beratungsstelle hatte
eugenische Motive. Die Absicht bestand darin, nicht nur über Verhütung aufzuklären, sondern
auch Eheanwärter*innen in zeitgenössischer Vererbungslehre zu informieren. Solche eugenischen
Ansätze gingen auch von leitenden Ärzten der Basler Psychiatrie aus. Sie beeinflussten auch die
gesetzlichen Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuches über die Eheschliessung von
"Geisteskranken" und die Appelle in der Eheberatung, insbesondere zu Themen wie Sterilisation,
Abtreibung, Einbürgerung, Ausweisung und Rückführung.
Creator Gesundheitsamt Basel-Stadt Q33121140
Publisher StaBS Q2324698
Feldname Wert
Date 1955
Temporal Zeitgeschichte
Type Text
Format image/tiff
Extent 7508 x 7785
Source StaBS, SD-REG 5a 0.21.0 (1) 2
Language deu
Relation https://dls.staatsarchiv.bs.ch/records/373373
Rights In Copyright
StABS, SD-REG 5a 0.21.0 (1) 2
License http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
5.6 Die ausländische Wohnbevölkerung von Basel-Stadt nach
Heimatnation, 1920–1965
Abbildung 11: Die ausländische Wohnbevölkerung von Basel-Stadt nach Heimatnation, 1920–1965
Tabelle 8: Metadaten der Statistik “Die ausländische Wohnbevölkerung von Basel-Stadt nach Heimatnation, 1920–1965”
Feldname Wert
MediaId m123411
Title Die ausländische Wohnbevölkerung von Basel-Stadt nach Heimatnation, 1920–1965
Subject Asyl, Migration, Minderheit, Integration, Heimat, Gesellschaft, Gesetz
Description Die vorliegende Statistik bietet Informationen über die Verteilung von deutscher, französischer
oder italienischer Staatsbürgerschaft im Kanton Basel-Stadt im Zeitraum von 1920 bis 1965. Der
Feldname Wert
grau schraffierte Bereich repräsentiert die übrigen Nationalitäten.
Aus der Statistik lassen sich zwei signifikante Trends ablesen: Der Anteil der Personen deutscher
Nationalität nahm kontinuierlich ab. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, unter
anderem auf die Ablehnung von Personen deutscher Nationalität, die bereits seit Jahrzehnten in
der Schweiz lebten, nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Gründe für die Ablehnung der Gesuche
waren vielfältig und umfassten unter anderem Sympathien für den Nationalsozialismus sowie das
Argument, dass diese Personen als zu wenig "schweizerisch" angesehen wurden.
Auf der anderen Seite stieg der Anteil der Personen aus Italien in den 1960er Jahren deutlich an.
Es ist anzumerken, dass der Anteil sogar noch höher gewesen wäre, wenn die Gastarbeiter*innen
aus anderen Kantonen, die zu diesem Zeitpunkt in der Region tätig waren, in dieser Statistik mit
einbezogen worden wären. Ausserdem fanden die Volkszählungen im Dezember statt und daher
sind saisonale Gastarbeiter*innen nicht konsistent erfasst.
Es ist bekannt, dass die Basler Regierung die schweizweite Politik der Arbeitsmigration, die auch
als "Fremdarbeit" bekannt ist, unterstützte. Es ist wichtig anzumerken, dass die Umsetzung dieser
Politik damals auf bestimmten Arbeitsmodellen (Rotationsprinzip) basierte, die heute als
problematisch angesehen werden. Integration in die Basler Gesellschaft wurde nicht ausreichend
gefördert und italienische Arbeiter*innen wurden oft dazu angehalten, die Stadt nach neun
Monaten wieder zu verlassen.
Creator Stadt.Geschichte.Basel Q122442230
Publisher Stadt.Geschichte.Basel Q122442230
Date 1920/1965
Temporal Zeitgeschichte
Type Image
Format image/jpeg
Extent 1686 x 748
Source JB 1941, S. 24 / JB 1951, S. 25 / JB 1966, S. 32
Language deu
Relation
Rights Public Domain
Quelle: JB 1941, S. 24 / JB 1951, S. 25 / JB 1966, S. 32. Bearbeitung: Nico Görlich / Moritz Twente
License https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/
5.7 Basler Brandmarkeisen, 17. Jahrhundert
Abbildung 12: Basler Brandmarkeisen, 17. Jahrhundert
Tabelle 9: Metadaten der Basler Brandmarkeisen, 17. Jahrhundert
Feldname Wert
MediaId m123412
Title Basler Brandmarkeisen, 17. Jahrhundert
Subject Geschichte, Integration, Stadt, Stigmatisierung, Gewalt, Körper, Kriminalität, Misshandlung, Täter,
Täterin
Description Der Basler Rat verwendete unterschiedliche Methoden, um Straftaten zu bestrafen. Ein solches
Instrument war das Basler Wappen, das zwei Bedeutungen hatte: Integration und Verbannung.
Der Rat liess Verbrecher*innen mit einem Brandeisen brandmarken, um ihre Verbannung aus
Basel sichtbar zu machen. Diese Strafe gehörte zu den sogenannten Schand- und Ehrenstrafen.
Das Ziel war es, die Schuldigen öffentlich blosszustellen und zu erniedrigen. Die Brandmarkung
war dauerhaft sichtbar und hatte daher im Gegensatz zu Strafen wie dem Pranger weitreichende
Konsequenzen für die betroffenen Personen.
Creator
Publisher Historisches Museum Basel Q386286
Date 1600/1700
Temporal Neuzeit
Type Image
Format image/jpeg
Extent 3416 x 4315
Source HMB, Inv. 1921.1258. und 1921.1259.
Language
Feldname Wert
Relation https://www.hmb.ch/museen/sammlungsobjekte/einzelansicht/s/brandmarkeisen/
Rights CC BY-SA 4.0, Peter Portner
HMB, Inv. 1921.1258 + 1259, Foto Peter Portner
License https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
5.8 Plan mit Verteilung jüdischer Häuser
Abbildung 13: Plan mit Verteilung jüdischer Häuser
Tabelle 10: Metadaten des Plans mit Verteilung jüdischer Häuser
Feldname Wert
MediaId m123413
Title Plan mit Verteilung jüdischer Häuser
Subject Antisemitismus, Judentum, Gesellschaft, Wohnen, Stadt
Description Die Karte zeigt die Verteilung von jüdischen Häusern, Gemeinden, Synagogen sowie Friedhöfen im
mittelalterlichen Basel. Die erste jüdische Gemeinde ist auf den Zeitraum von 1200 bis Anfang
1349 datiert und die zweite Gemeinde von 1362 bis 1397. Beide Gemeinden besassen eine
Synagoge und einen Friedhof. Am 16. Januar 1349 wurde die erste Gemeinde vernichtet. Im
Zusammenhang der Pestepidemie wurde die jüdische Gemeinschaft der angeblichen
"Brunnenvergiftung" bezichtigt und deshalb auf der Rheininsel bei Basel ermordet. Solche
Anklagen und anschliessende Ermordungen fanden zu dieser Zeit nicht nur in Basel statt. Ab 1362
siedelten sich wieder vermehrt jüdische Familien in Basel an. Der Standort der Synagoge hatte
sich wohl aufgrund Beschlagnahmung und Enteignung der Synagoge der ersten Gemeinde
verschoben. Sie lag nun in der Grünpfahlgasse.
Creator Stadt.Geschichte.Basel Q122442230
Feldname Wert
Publisher Stadt.Geschichte.Basel Q122442230
Date 1398
Temporal Mittelalter
Type Image
Format image/jpeg
Extent 1145 x 1125 / 495 x 329
Source Alder/Matt 2010, S. 28
Language deu
Relation
Rights Public Domain
Quelle: Alder/Matt 2010, S. 28. Bearbeitung: Nico Görlich / Moritz Twente
License https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/
5.9 Lebensbilder
Für den ersten Geschichtsband der Stadt.Geschichte.Basel werden unter anderem Lebensbilder angefertigt.
Lebensbilder dienen dazu, die Lebensumstände der ur- und frühzeitlichen Menschen zu rekonstruieren. Sie
werden in diesem Handbuch ebenfalls thematisiert, da sie wie historische Quellen Diskriminierung und
Stereotypisierungen enthalten können. So wird beispielsweise auf Lebensbildern oftmals das Bild einer
Kernfamilie dargestellt. Diese Kernfamilie entspricht dem heutigen stereotypen Familienideal, das aus Vater,
Mutter und zwei Kindern besteht. Zudem sind Kinder auf Lebensbildern grundsätzlich unterrepräsentiert. Diskurse
zur Darstellung von sozialen Strukturen und Verhältnissen auf Lebensbildern fanden in der Archäologie erst ab den
2000er-Jahren statt. Reflexionsprozesse sind deshalb wichtig, weil Lebensbilder dazu beitragen, ein "Bild von
Verhältnissen, die schon immer so waren" zu festigen. Die Leser*innen betrachten die dargestellten Stereotypen
als selbstverständlich und nehmen an, dass sie seit langem existieren und daher als richtig angesehen werden
sollten, ohne, dass die Bilder infrage gestellt werden.
Im Folgenden werden anhand "negativer" Beispiele Stereotypen sowie Diskriminierungen in Lebensbildern
präsentiert. Im zweiten Unterkapitel werden "positive" Beispiele gezeigt.
Hinweis zur anstehenden Überarbeitung des Handbuchs
Die Aufteilung der Beispiele der Lebensbilder in “positiv” und “negativ” ist missverständlich und wird künftig aufgehoben.
5.9.1 Negative Beispiele von Lebensbildern
5.9.1.1 Androzentrismus
Abbildung 14: Bestattung von Unlingen
Tabelle 11: Metadaten der Bestattung von Unlingen
Feldname Wert
MediaId m123414
Filename
Title Bestattung von Unlingen
Subject Geschlechterbild, Geschlechterstereotyp, Geschlechterverhältnis, Tod
Description Bei Unlingen am Fuss des Berges Bussen wurde im Jahr 1890 ein keltisches Grab entdeckt. Bei den
Grabungen wurden drei frühkeltische Grabhügel mit insgesamt fünf Bestattungen des 8. bis 5.
Jahrhunderts v. Chr. entdeckt. Zu diesem Grabungsfund wurde ein Lebensbild entwickelt. Darin
haben Männer eine natürliche Vormachtstellung. Frauen sind selten bis nie in einer führenden
sozialen Rolle dargestellt. Wichtige soziale Ereignisse wie Feste und Bestattungen werden von
Männern geleitet und massgeblich begleitet. Frauen dagegen werden als passive Beobachterinnen
dargestellt, die in der gezeigten Handlung keine aktive Rolle spielen.
Creator Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart Q28738904, Samson Götze
Publisher Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart Q28738904, Samson Götze
Date
Era Frühgeschichte
Type Image
Format image/jpeg
Extent 703 x 1000
Source Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart Q28738904/Samson Götze
Language
Feldname Wert
Relation https://www.archaeologie-an-der-oberen-donau.de/forschungsprojekte/dfg-
langfristprojekt/graeber/unlingen
Rights Samson Götze
License https://rightsstatements.org/page/InC-RUU/1.0/?language=de
5.9.1.2 Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern
Abbildung 15: Höhlenleben zur älteren Steinzeit
Tabelle 12: Metadaten des Höhlenlebens zur älteren Steinzeit
Feldname Wert
MediaId m123415
Filename
Title Höhlenleben zur älteren Steinzeit
Subject Geschlechterbild, Geschlechterstereotyp, Geschlechterverhältnis, Stigmatisierung, Kultur, Kunst
Description Auf diesem Lebensbild wird eine strikte Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau dargestellt. Dabei
ist der Mann für die Jagd zuständig und die Frau für das Sammeln und die Kinderbetreuung. Auch
die materielle Kultur (u. a. Werkzeuge und Kunstgegenstände) wird primär von Männern
hergestellt. Obwohl die Zeichnung von Carl Arriens sehr alt ist (sie entstand um 1900), finden sich
ähnliche Szenarien bis weit in die 1990er Jahre.
Creator Carl Ariens Q15451450
Publisher Universitätsbibliothek Heidelberg Q880794
Date 1927
Era Frühgeschichte
Feldname Wert
Type Image
Format image/jpeg
Extent 842 x 586
Source Inv. Nr. S 1985/2364
Language
Relation https://doi.org/10.11588/artdok.00008148
Rights CC BY-SA 4.0 DEED
License https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de
5.9.1.3 Sexualisierung der Frau
Abbildung 16: Bestattung von Bad Dürrenberg
Tabelle 13: Metadaten der Bestattung von Bad Dürrenberg
Feldname Wert
MediaId m123416
Filename
Title Bestattung von Bad Dürrenberg
Subject Sexismus, Ableismus , Tod
Description Bei der Bestattung von Bad Dürrenberg handelt es sich um ein etwa 9000 Jahre altes Grab. Darin
wurde eine Frau zusammen mit einem Säugling bestattet. Ihr wurde ein überreiches Grabinventar
aus einer Vielfalt an Tierknochen beigegeben, die vermutlich zu einem Collier, einem Umhang
oder einem Kopfschmuck gehörten. Die Frau war körperlich stark behindert. So hatte sie unter
anderem eine ausgeprägte Arthrose. Sie starb zwischen 30 und 40 jährig an einer Sepsis aufgrund
Feldname Wert
eines Kieferabszesses, der ihre untere Gesichtshälfte entstellte. Das Landesmuseum für
Vorgeschichte in Halle berücksichtigt diese Faktoren beim Lebensbild allesamt nicht. Bei diesem
Beispiel handelt es sich um eine Verzerrung einer historischen Realität, die durch die bildliche
Darstellung in einer Erotisierung mündet. Allgemein fehlen Darstellungen von Menschen aus
archäologischen Kontexten mit körperlicher oder geistiger Behinderung in Lebensbildern, obwohl
diese über anthropologische oder genetische Analysen eindeutig belegt sind.
Creator Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Q1802049, Karol Schauer
Publisher Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Q1802049, Karol Schauer
Date
Era Frühgeschichte
Type Image
Format image/jpeg
Extent 551 x 670
Source Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Q1802049, Karol Schauer
Language
Relation https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/dauerausstellung/menschenwechsel/die-
schamanin-von-bad-duerrenberg.html
Rights Karol Schauer
License https://rightsstatements.org/page/InC-RUU/1.0/?language=de
5.9.2 Positive Beispiele von Lebensbildern
5.9.2.1 Opferplatz Thorberger Moor
Abbildung 17: Opferplatz Thorberger Moor
Tabelle 14: Metadaten des Opferplatzes Thorberger Moor
Feldname Wert
MediaId m123417
Filename
Title Opferplatz Thorberger Moor
Subject Kinder, Opfer, Kultur, Spiritualität
Description Das Lebensbild zum Opferplatz Thorberger Moor zeigt einen Mann, der zerstörte Schätze einer
besiegten Gruppe im Moor versenkt. Dieser Ritus bedeutete eine Demütigung für die Besiegten.
Die Illustration ist eines der wenigen Bilder, auf dem relativ kleine Kinder Teil einer Handlung sind,
die als nicht-kindgerecht eingestuft wird. Eines der Kinder wird dabei von einem Mann getragen.
Creator Samson J. Goetze
Publisher
Date 2020
Era Frühgeschichte
Type Image
Format image/jpeg
Extent 996 x 440
Source
Language
Relation https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/40607-geo-nr-10-2020-die-germanen
Rights Samson J. Goetze
License https://rightsstatements.org/page/InC-RUU/1.0/?language=de
5.9.2.2 Alle unter einem Dach
Abbildung 18: Alle unter einem Dach
Tabelle 15: Metadaten von Alle unter einem Dach
Feldname Wert
MediaId m123418
Filename
Title Alle unter einem Dach
Subject Kinder, Familie, Sozialisation, Hausarbeit
Description Das Lebensbild “Alle unter einem Dach” zeigt das Innere eines spätbronzezeitlichen Hauses in
einer Seeufersiedlung. Die Art der Beziehungen unter den Personen ist nicht erkennbar. Das
bedeutet, dass es keine Kernfamilie gibt. Zudem sind die Kinder in die täglichen Arbeiten
eingebunden.
Creator bunterhund
Publisher bunterhund
Date
Era Frühgeschichte
Type Image
Format image/jpeg
Extent 1129 x 375
Source
Language
Relation https://bunterhund.ch/index.php?ds=827#b
Rights bunterhund
License https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de
5.9.2.3 Die Keltin
Abbildung 19: Die Keltin
Hinweis zur anstehenden Überarbeitung des Handbuchs
Der selektive Fokus im Beschreibungsfeld zur Keltin führt neue Diskriminierungen ein und wird überabeitet. Wir danken
Karin Lackner von der Universität Graz für ihren kritischen Kommentar:
“Ich finde die Beschreibung der Keltin mit ‘hat keine Idealfigur’ etwas eigenartig. Wer bestimmt, was eine Idealfigur ist?
Vielleicht war das, was die Dame hat, die keltische Idealfigur? […] Außerdem finde ich es merkwürdig, dass das erste, was
über die dargestellte Dame – offenbar eine hochrangige Frau – im Beschreibungstext erwähnt wird, die Figur ist. Frauen
werden auch heute noch oft auf ihr Äußeres reduziert, und der Beschreibungstext macht dasselbe.”
Tabelle 16: Metadaten der Keltin
Feldname Wert
MediaId m123419
Filename
Title Die Keltin aus dem Prunkgrab von Ins
Subject Frauen, Frauen in Führungspositionen, Frauenbild
Description Die keltische Fürstin aus dem Fürstengrab von Ins hat keine Idealfigur und ist grundsätzlich eine
gute Antithese zum Lebensbild der Bestattung von Bad Dürrenberg Kapitel 5.9.1.3. Die Keltin wird
mit einer Aura der Autorität und Macht auf dem Lebensbild dargestellt. Sie verkörpert die Rolle
einer Entscheidungsträgerin, die über Leben und Tod entscheiden kann. Der Begriff “Fürstengrab”
kann auch mit Prunkbestattungen des 6. bis 4. Jahrhunderts v.Chr. gleichgesetzt werden. Solche
Bestattungen sind vor allem in Frankreich, Süddeutschland und der Schweiz bekannt.
Creator bunterhund
Publisher bunterhund
Date
Era Frühgeschichte
Feldname Wert
Type Image
Format image/jpeg
Extent 371 x 493
Source
Language
Relation https://bunterhund.ch/index.php?dh1=0&dh2=&dh3=&ds=1716&#b
Rights bunterhund
License https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de
6 Literatur
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Zugegriffen 5. Mai 2024. https://wiki.bsz-
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Perspective». Data and Information Management 6 (3): 100013.
https://doi.org/10.1016/j.dim.2022.100013.
7 Anhang: Schlagwortindex GenderOpen inklusive GND-
Mapping
Hinweis zur anstehenden Überarbeitung des Handbuchs
Das Mapping wird demnächst aktualisiert, da seit der Publikation des Handbuchs neue Begriffe in den GND aufgenommen
worden sind.
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Ableismus =EQ Ableismus 1276051255
Abtreibungsdebatte Not Found Not Found
Abtreibungsgegner Not Found Not Found
Abtreibungsverbot Not Found Not Found
Adoption =EQ Adoption 4000522-7
Affekt =EQ Affekt 4135470-9
Agency EQ Handlungskompetenz 4125926-9 Handlungskompetenz
AIDS =EQ Aids 4112470-4
Aktivismus =EQ Aktivismus 4000973-7
Alleinerziehende EQ Alleinerziehende Mutter 4001238-4
Alleinlebende EQ Alleinstehender 4001240-2
Allgemeines =EQ Allgemeines 7542750-3
Gleichbehandlungsgesetz Gleichbehandlungsgesetz
Alltag =EQ Alltag 4001307-8
Alter =EQ Alter 4001446-0
Alterssicherung ~EQ Altersversorgung 4001479-4 Altersversorgung
Androgynie BM Androgynie 4001967-6
Androzentrismus =EQ Androzentrismus 1223001903
Anerkennung =EQ Anerkennung 4128520-7
Antidiskriminierung Not Found 1035294273
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Antifaschismus =EQ Antifaschismus 4122803-0
Antifeminismus EQ| Frauenfeindlichkeit 4155231-3 Frauenfeindlichkeit
Antirassismus =EQ Antirassismus 4275311-9
Antisemitismus =EQ Antisemitismus 1235847462
Antiziganismus =EQ Antiziganismus 4808992-8
Arbeit =EQ Arbeit 1136593101
Arbeitskampf =EQ Arbeitskampf 4002702-8
Arbeitsmarkt =EQ Arbeitsmarkt 4002733-8
Arbeitsteilung =EQ Arbeitsteilung 4002787-9
Arbeitsverhältnis =EQ Arbeitsverhältnis 4002799-5
Architektur =EQ Architektur 4002851-3
Armut =EQ Armut 1234066785
Ästhetik =EQ Ästhetik 1207079987
Asyl =EQ Asyl 4143260-5
Ausbeutung =EQ Ausbeutung 4003677-7
Ausbildung =EQ Ausbildung 4112628-2
Autonomie =EQ Autonomie 1067437622
Begehren =EQ Begehren 300735928
Behinderung =EQ Behinderung 4112696-8
Beratung =EQ Beratung 4005565-6
Beruf =EQ Beruf 4005857-8
Berufstätigkeit =EQ Berufstätigkeit 4069349-1
Berufsverbot =EQ Berufsverbot 4005959-5
Berufswahl =EQ Berufswahl 4005962-5
Beschneidung EQ| Beschneidung oder 7648122-0 Beschneidung
Beschneidung oder
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
4144874-1
Bevölkerung =EQ Bevölkerung 4006287-9
Bewusstsein =EQ Bewusstsein 4006349-5
Beziehung =EQ Beziehung 4145198-3
Bildung =EQ Bildung 1085646750
Bildungsarbeit =EQ Bildungsarbeit 4112760-2
Bildungssystem =EQ Bildungssystem 4069467-7
Biografieforschung =EQ Biografieforschung 4132300-2
Biologie =EQ Biologie 4006851-1
Biologismus =EQ Biologismus 4232000-8
Biopolitik =EQ Biopolitik 4137810-6
Bisexualität =EQ Bisexualität 4006963-1
Care =EQ Care 4648135-7
Chancengleichheit =EQ Chancengleichheit 4009736-5
Christentum =EQ Christentum 4010074-1
Coming-out =EQ Coming-out 4300693-0
Computerspiel =EQ Computerspiel 4010457-6
Cross-dressing EQ Crossdressing 1103153943
Cyborg =EQ Cyborg 4786457-6
DDR EQ Deutschland (DDR) 4011890-3
Debatte =EQ Debatte 4148952-4
Dekonstruktion =EQ Dekonstruktion 4149032-0
Demografie =EQ Demographie 4011412-0
Demokratie =EQ Demokratie 4011413-2
Depression =EQ Depression 4011474-0
Diaspora =EQ Diaspora 1231305827
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Dichotomie =EQ Dichotomie 300727208
Dienstleistungssektor =EQ Dienstleistungssektor 4012183-5
Digitalisierung =EQ Digitalisierung 4123065-6
Diskriminierung =EQ Diskriminierung 4012472-1
Diskurs =EQ Diskurs 300471955
Disziplinarität Not Found Not Found
Diversität RM Heterogenität 4201275-2 Heterogenität
Diversity Management =EQ Diversity Management 7611361-9
Doing Gender Not Found Not Found
Drag =EQ Drag 1176239244
Ehe =EQ Ehe 4013630-9
Ehegattensplitting =EQ Ehegattensplitting 7503178-4
Ehrenamt =EQ Ehrenamt 4121161-3
Eigentum =EQ Eigentum 4013793-4
Einkommen =EQ Einkommen 4013887-2
Eltern =EQ Eltern 4014516-5
Elternschaft =EQ Elternschaft 4152054-3
Emanzipation =EQ Emanzipation 4130667-3
Entwicklung =EQ Entwicklung 1171380917
Entwicklungszusammenarbeit =EQ Entwicklungszusammenarbeit 4198756-1
Epistemologie BM Genetische Epistemologie 4135354-7
Erfahrung =EQ Erfahrung 1239135211
Erinnerungskultur Not Found Not Found
Ernährung =EQ Ernährung 4015332-0
Erotik =EQ Erotik 4015369-1
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Erwachsenenbildung =EQ Erwachsenenbildung 4015428-2
Erwerbsarbeit EQ Arbeit 4002567-6
Erwerbslosigkeit EQ Arbeitslosigkeit 4002730-2 Arbeitslosigkeit
Erwerbstätigkeit EQ Berufstätigkeit 4069349-1
Erziehung =EQ Erziehung 4015482-8
Essentialismus =EQ Essentialismus 4113474-6
Essstörung =EQ Essstörung 4113475-8
Ethik =EQ Ethik 1088045626
Ethnizität =EQ Ethnizität 4220764-2
Ethnozentrismus =EQ Ethnozentrismus 4070982-6
Europäische Union =EQ Europäische Union 5098525-5
Eurozentrismus =EQ Eurozentrismus 4200132-8
Exil =EQ Exil 1026311314
Familie =EQ Familie 123631333X
Familienbild =EQ Familienbild 1103153382
Familienform Not Found Not Found
Familienpolitik =EQ Familienpolitik 4016418-4
Faschismus =EQ Faschismus 4016494-9
Female Genital Cutting Not Found Not Found
Female Genital Mutilation Not Found Not Found
Feminisierung =EQ Feminisierung 4397368-1
Feminismus =EQ Feminismus 4222126-2
Faschismus Not Found Not Found
Film =EQ Film 4017102-4
Flucht =EQ Flucht 1274267641
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Frauen =EQ Frauen 1142536149
Frauen in Führungspositionen Not Found Not Found
Frauenanteil NM Geschlechterverhältnis 4243608-4 Geschlechterverhältnis
Frauenbeauftragte Not Found Not Found
Frauenberuf =EQ Frauenberuf 1201699207
Frauenbewegung =EQ Frauenbewegung 4071428-7
Frauenbild =EQ Frauenbild 4125057-6
Frauenfeindlichkeit =EQ Frauenfeindlichkeit 4155231-3
Frauenförderung =EQ Frauenförderung 4226107-7
Frauenforschung =EQ Frauenforschung 4244891-8
Frauengeschichte Not Found Not Found
Frauenhaus =EQ Frauenhaus 4155233-7
Frauenorganisation EQ Frauenverband 4155246-5 Frauenverband
Frauenpolitik =EQ Frauenpolitik 4113623-8
Frauenrechte Not Found Not Found
Frauenstudium =EQ Frauenstudium 4129623-0
Frauenuniversität =EQ Frauenuniversität 4470659-5
Frauenwahlrecht =EQ Frauenwahlrecht 120484805X
Freundschaft =EQ Freundschaft 4018480-8
Fundamentalismus =EQ Fundamentalismus 4137178-1
Geburtenkontrolle ~EQ Geburtenregelung 4019593-4 Geburtenregelung
Gefühl =EQ Gefühl 4019702-5
Gender Not Found Not Found
Gender Bias Not Found Not Found
Gender Budgeting Not Found Not Found
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Gender Mainstreaming =EQ Gender Mainstreaming 4845903-3
Gender Pay Gap =EQ Gender Pay Gap 1314965875
Genderkompetenz Not Found Not Found
Generation =EQ Generation 4259035-8
Genetik =EQ Genetik 4071711-2
Genozid EQ Völkermord 4063690-2 Völkermord
Gentechnologie =EQ Gentechnologie 4071722-7
Gerechtigkeit =EQ Gerechtigkeit 4020310-4
Geschichte =EQ Geschichte 4020517-4
Geschlecht =EQ Geschlecht 4020547-2
Geschlechterbild Not Found Not Found
Geschlechterdifferenz EQ Geschlechterunterschied 4071781-1 Geschlechterunterschied
Geschlechterforschung =EQ Geschlechterforschung 4482930-9
Geschlechtergerechte =EQ Geschlechtergerechte 1186727241
Sprache Sprache
Geschlechterkonstruktion Not Found Not Found
Geschlechterordnung Not Found Not Found
Geschlechterrolle =EQ Geschlechterrolle 4071776-8
Geschlechterstereotyp =EQ Geschlechterstereotyp 4157010-8
Geschlechterverhältnis =EQ Geschlechterverhältnis 4020548-4
Geschlechtsidentität =EQ Geschlechtsidentität 4181116-1
Geschlechtsspezifik Not Found Not Found
Gesellschaft =EQ Gesellschaft 4020588-5
Gesellschaftstheorie RM Soziologische Theorie 4077628-1 Soziologische Theorie
Gesetz =EQ Gesetz 4020660-9
Gesundheit =EQ Gesundheit 4020754-7
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Gewalt =EQ Gewalt 4020832-1
Gewalt gegen Frauen =EQ Gewalt gegen Frauen 7505777-3
Gewerkschaft =EQ Gewerkschaft 4020872-2
Gleichberechtigung =EQ Gleichberechtigung 4021216-6
Gleichheit =EQ Gleichheit 4021231-2
Gleichstellungsbeauftragte =EQ Gleichstellungsbeauftragte 4125418-1
Gleichstellungspolitik NM Geschlechterpolitik 4556952-6
Globalisierung =EQ Globalisierung 4557997-0
Habitus =EQ Habitus 1162075538
Haft =EQ Haft 4327862-0
Hass =EQ Haß 1117937836
Hausarbeit =EQ Hausarbeit 4023699-7
Hausfrau =EQ Hausfrau 4023733-3
Hegemonie =EQ Hegemonie 4023979-2
Heimat =EQ Heimat 1227062958
Hermaphroditismus =EQ Hermaphroditismus 4117739-3
Herrschaft =EQ Herrschaft 1310677700
Heterogenität =EQ Heterogenität 4201275-2
Heteronormativität =EQ Heteronormativität 1227961537
Heterosexualität =EQ Heterosexualität 4159748-5
Heterosexuelle Matrix Not Found Not Found
Hierarchie =EQ Hierarchie 4024842-2
Hirnforschung =EQ Hirnforschung 4123382-7
HIV =EQ HIV 4200792-6
Hochschule =EQ Hochschule 4072560-1
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Homofeindlichkeit EQ Homophobie 4688835-4 Homophobie
Homosexualität =EQ Homosexualität 4025798-8
Identität =EQ Identität 4026482-8
Ideologie =EQ Ideologie 4026486-5
Individualisierung =EQ Individualisierung 4161542-6
Individuum =EQ Individuum 4026751-9
Industrie =EQ Industrie 4026779-9
Informatik =EQ Informätik 10322792-1
Inklusion BM Inklusion 4696474-5
Institution BM Institution 4027207-2
Institutionalisierung =EQ Institutionalisierung 4127678-4
Integration =EQ Integration 1072506661
Interdependenz =EQ Interdependenz 4114036-9
Interdisziplinarität =EQ Interdisziplinarität 4449808-1
Interkulturalität =EQ Interkulturalität 4519498-1
Internet =EQ Internet 1186913827
Intersektionalität =EQ Intersektionalität 7729679-5
Intersexualität =EQ Intersexualität 4027484-6
Intervention =EQ Intervention 1180525124
Intimität =EQ Intimsphäre 4072909-6
Islam =EQ Islam 4027743-4
Judentum =EQ Judentum 4114087-4
Jugend =EQ Jugend 4028859-6
Jugendliche NM Jugend 4028859-6 Jugend
Jungen EQ Junge 4029002-5 Junge
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Jungenarbeit =EQ Jungenarbeit 7506212-4
Kapitalismus =EQ Kapitalismus 4029577-1
Karriere =EQ Karriere 4073274-5
Kinder =EQ Kinder 1219024597
Kinderbetreuung =EQ Kinderbetreuung 4278357-4
Kindheit =EQ Kindheit 112666958X
Kirche =EQ Kirche 4030702-5
Klasse =EQ Klasse 1228896208
Kleidung =EQ Kleidung 4031011-5
Koedukation =EQ Koedukation 4031467-4
Kolonialismus =EQ Kolonialismus 4073624-6
Kommunikation =EQ Kommunikation 300621787
Konflikt =EQ Konflikt 1138451614
Konstruktivismus BM Konstruktivismus 4639653-6
Konsum EQ Verbrauch 4078777-1 Verbrauch
Konzentrationslager =EQ Konzentrationslager 4032352-3
Kopftuch =EQ Kopftuch 4195492-0
Körper =EQ Körper 4031575-7
Krankenpflege =EQ Krankenpflege 4032813-2
Krankheit =EQ Krankheit 1235355772
Krieg =EQ Krieg 4033114-3
Kriminalität =EQ Kriminalität 4033178-7
Krise =EQ Krise 1310230021
Kritik =EQ Kritik 4033229-9
Kritische Theorie =EQ Kritische Theorie 4073840-1
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Kultur =EQ Kultur 4125698-0
Kunst =EQ Kunst 1274253799
Landwirtschaft =EQ Landwirtschaft 4034402-2
Lebensbedingungen =EQ Lebensbedingungen 4130642-9
Lebensform =EQ Lebensform 4034863-5
Lebensgemeinschaft =EQ Lebensgemeinschaft 4167021-8
Lebenspartnerschaft EQ Eingetragene 4648252-0
Lebenspartnerschaft
Lehre =EQ Lehre 7573711-5
Leib =EQ Leib 1225568218
Lesben EQ Lesbe 4035430-1 Lesbe
Lesbenbewegung Not Found Not Found
Liberalismus =EQ Liberalismus 4035582-2
Liebe =EQ Liebe 1228569932
Literatur =EQ Literatur 1248794494
Lohn =EQ Lohn 2018391-4
LSBTIQ Not Found Not Found
Macht =EQ Macht 1123508909
Mädchen =EQ Mädchen 1262354552
Mädchenarbeit =EQ Mädchenarbeit 7506089-9
Männer =EQ Männer 1189215802
Männerbild =EQ Männerbild 4139085-4
Männerbund =EQ Männerbund 4168466-7
Männlichkeit =EQ Männlichkeit 4123701-8
Marginalisierung Not Found Not Found
Mathematik =EQ Mathematik 4037944-9
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Matriarchat =EQ Matriarchat 4037966-8
Medien =EQ Medien 4169187-8
Medizin =EQ Medizin 4038243-6
Menschenbild =EQ Menschenbild 4074722-0
Menschenhandel =EQ Menschenhandel 4125897-6
Menschenrechte =EQ Menschenrechte 300689543
Migration =EQ Migration 300752466
Milieu =EQ Milieu 4074798-0
Militär =EQ Militär 4039305-7
Minderheit =EQ Minderheit 4752223-9
MINT =EQ MINT 1065095619
Misshandlung =EQ Misshandlung 4170137-9
Mobilität =EQ Mobilität 4039785-3
Mode =EQ Mode 4039792-0
Moderne =EQ Moderne 4039827-4
Moral =EQ Moral 1276103034
Musik =EQ Musik 125914528X
Mütter =EQ Mutter 4040949-1
Mutterbild =EQ Mutterbild 4170889-1
Mütterlichkeit ~EQ Das Mütterliche 4131108-5 Das Mütterliche
Mutterschaft =EQ Mutterschaft 4140725-8
Mythos =EQ Mythos 4075159-4
Nachhaltigkeit =EQ Nachhaltigkeit 4326464-5
Nationalismus =EQ Nationalismus 4041300-7
Nationalsozialismus =EQ Nationalsozialismus 4041316-0
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Nationalstaat =EQ Nationalstaat 4041331-7
Natur =EQ Natur 1255124717
Neoliberalismus =EQ Neoliberalismus 4171438-6
Netzwerk =EQ Netzwerk 300131852
Nichtregierungsorganisation EQ+ Nichtstaatliche Organisation 4131014-7 Nichtstaatliche
Organisation
Normen =EQ Normen 1168177278
Objektivität =EQ Objektivität 4172310-7
Öffentlichkeit =EQ Öffentlichkeit 4043183-6
Ökologie =EQ Ökologie 4043207-5
Ontologie =EQ Ontologie 1130186792
Opfer =EQ Opfer 4434480-6
Organisation =EQ Organisation 4043774-7
Pädagogik =EQ Pädagogik 4044302-4
Partizipation =EQ Partizipation 4044789-3
Patriarchat =EQ Patriarchat 4044914-2
People of Color EQ Person of Color 4034855-6
Performativität BM Performativität 7651115-7
Philosophie =EQ Philosophie 4045791-6
Physik =EQ Physik 4045956-1
Politik =EQ Politik 4046514-7
Pornografie =EQ Pornografie 4046809-4
Postkoloniale Theorie Not Found Not Found
Postkolonialismus =EQ Postkolonialismus 4566658-1
Postmoderne =EQ Postmoderne 4115604-3
Poststrukturalismus =EQ Poststrukturalismus 4137176-8
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Prävention =EQ Prävention 4076308-0
Prekarisierung =EQ Prekarisierung 128564378X
Presse =EQ Presse 4047150-0
Privatheit =EQ Privatheit 4195103-7
Professionalisierung =EQ Professionalisierung 4047376-4
Prostitution =EQ Prostitution 4047516-5
Psychiatrie =EQ Psychiatrie 108057249X
Psychoanalyse =EQ Psychoanalyse 4047689-3
Pubertät =EQ Pubertät 4047762-9
Qualifikation =EQ Qualifikation 4125835-6
Queer =EQ Queer 1198894873
Queer Theory EQ Queer-Theorie 7628620-4
Rassismus =EQ Rassismus 4076527-1
Raum =EQ Raum 1061812227
Recht =EQ Recht 1190300982
Rechtsextremismus Not Found Not Found
Reisen =EQ Reisen 1079282084
Religion =EQ Religion 4049396-9
Repräsentation =EQ Repräsentation 4137492-7
Reproduktion =EQ Reproduktion 4115749-7
Reproduktionstechnologie ~EQ Reproduktionsmedizin 4197011-1 Reproduktionsmedizin
Säkularismus =EQ Säkularismus 4463409-2
Scham =EQ Scham 1261599608
Scheidung =EQ Scheidung 1140154451
Schule =EQ Schule 4053474-1
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Schwangerschaft =EQ Schwangerschaft 4053724-9
Schwangerschaftsabbruch =EQ Schwangerschaftsabbruch 4053732-8
Schwarze Deutsche Not Found Not Found
Schwule EQ+ Homosexuelles Paar 4120463-3 Homosexuelles Paar
Schwulenbewegung EQ Homosexuellenbewegung 4140613-8
Selbstständigkeit =EQ Selbstständigkeit 4137544-0
Sexarbeit EQ Prostitution 4047516-5 Prostitution
Sex-Gender-Debatte Not Found Not Found
Sexismus =EQ Sexismus 4116483-0
Sexualisierte Gewalt =EQ Sexualisierte Gewalt 1253967660
Sexualität =EQ Sexualität 4054684-6
Sexuelle Belästigung =EQ Sexuelle Belästigung 4238118-6
Shoah EQ Judenvernichtung 4073091-8 Judenvernichtung
Sklaverei =EQ Sklaverei 4055260-3
Solidarität =EQ Solidarität 4055429-6
Sorgearbeit EQ Care-Arbeit 1163689106 Care-Arbeit
Sozialarbeit =EQ Sozialarbeit 4055676-1
Soziale Arbeit EQ Studiengang Soziale Arbeit 7697887-4
Soziale Bewegung =EQ Soziale Bewegung 4055707-8
Soziale Lage EQ Soziale Situation 4077575-6 Soziale Situation
Soziale Medien EQ Social Media 4639271-3 Social Media
Soziale Ungleichheit =EQ Soziale Ungleichheit 4055736-4
Sozialisation =EQ Sozialisation 4055783-2
Sozialismus =EQ Sozialismus 4055785-6
Sozialleistung =EQ Sozialleistungen 4055856-3
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Sozialpolitik =EQ Sozialpolitik 4055879-4
Sozialstruktur =EQ Sozialstruktur 4055898-8
Spiel =EQ Spiel 300550596
Spiritualität =EQ Spiritualität 4116568-8
Sport =EQ Sport 1057991643
Sprache =EQ Sprache 1268136476
Staat =EQ Staat 4056618-3
Stadt =EQ Stadt 4056723-0
Stigmatisierung =EQ Stigmatisierung 4057561-5
Strukturalismus =EQ Strukturalismus 4058129-9
Subjekt BM Subjekt 4183903-1
Subjektivierung BM Subjektivierung 4747204-2
Subjektivität =EQ Subjektivität 4058323-5
Sucht =EQ Sucht 4058361-2
Tabu =EQ Tabu 1132272548
Täter =EQ Täter 4058881-6
Täterin =EQ Täterin 4065027-3
Technik =EQ Technik 4059205-4
Technologie =EQ Technologie 4059276-5
Teilzeitarbeit =EQ Teilzeitbeschäftigung 4078190-2
Terrorismus =EQ Terrorismus 4059534-1
Theater =EQ Theater 4059702-7
Theorie =EQ Theorie 4059787-8
Therapie =EQ Therapie 4059798-2
Tier =EQ Tier 300839758
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Tod =EQ Tod 1092466800
Trans =EQ Trans 300322577
Transdisziplinarität =EQ Transdisziplinarität 4754633-5
Transformation =EQ Transformation 4451062-7
Transgender =EQ Transgender 7619945-9
Transsexualität =EQ Transsexualität 4185937-6
Umwelt =EQ Umwelt 1199664804
unbezahlte Arbeit Not Found Not Found
Undoing Gender Not Found Not Found
Universalismus =EQ Universalismus 4186917-5
Universität =EQ Universität 4061778-6
Unternehmen =EQ Unternehmen 4061963-1
Unterricht =EQ Unterricht 1252487681
Utopie =EQ Utopie 4041251-9
Väter =EQ Vater 4062386-5
Vaterschaft =EQ Vaterschaft 4187441-9
Vereinbarkeit EQ Kompatibilität 4221530-4 Kompatibilität
Verfolgung =EQ Verfolgung 4127664-4
Vergeschlechtlichung Not Found Not Found
Vergewaltigung =EQ Vergewaltigung 1119833566
Verhütung BM (Verhütungsring) 121526982X (Verhütungsring)
Verletzbarkeit =EQ Verwundbarkeit 4188166-7 Verwundbarkeit
Verschleierung =EQ Verschleierung 4353166-0
Verwaltung =EQ Verwaltung 4063317-2
Verwandtschaft =EQ Verwandtschaft 4133957-5
ISO
25964-2
(MARC GND
Open Gender-Term 7XX-$4) GND-Term Identifier Synonyme
Virtuelle Realität =EQ Virtuelle Realität 4399931-1
Wandel =EQ Wandel 1161346732
Weiblichkeit =EQ Weiblichkeit 4079101-4
Weiterbildung =EQ Weiterbildung 4117622-4
Werbung =EQ Werbung 4065541-6
Widerstand =EQ Widerstand 4079262-6
Wirtschaft =EQ Wirtschaft 4066399-1
Wissen =EQ Wissen 4066559-8
Wissenschaft =EQ Wissenschaft 4066562-8
Wohlfahrtsstaat =EQ Wohlfahrtsstaat 4117641-8
Wohnen =EQ Wohnen 4066749-2
Xenophobie =EQ Fremdenfeindlichkeit 4244141-9 Fremdenfeindlichkeit
Zeit =EQ Zeit 4067461-7
Zuschreibung =EQ Zuschreibung 4132036-0
Zwang =EQ Zwang 138580839
Fussnoten
1. Die Autor*innen bedanken sich bei Sabina Lutz für die Ausführungen zu den Lebensbildern und bei Eric Decker, Céline Hug,
Lucie Kolb, Jonas Lendenmann, Noah Regenass und Stephanie Willi für die aufmerksame Lektüre und die wertvollen
Rückmeldungen.
Das Dokument richtet sich nach den offiziellen Sprachregelung der Stadt.Geschichte.Basel. ↩︎
2. Neben Open und FAIR Data gibt es eine Reihe von anderen wichtigen Richtlinien, die je nach Situation besser geeignet sind:
Die CARE-Prinzipien für indigene Datenverwaltung heben die Wichtigkeit von kollektivem Nutzen, Kontrollautorität,
Verantwortung und Ethik hervor. Sie sind darauf ausgerichtet, die Rechte und das kulturelle Erbe indigener Gemeinschaften
zu schützen und zu fördern. Die OpenGLAM-Prinzipien unterstützen die offene Zugänglichkeit von Daten aus
Gedächtnisinstitutionen wie Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen, und fördern (digitalen) Zugang und
Wiederverwendung dieser Inhalte. Das 5-Sterne-Open-Data-Modell beschreibt verschiedene Stufen, um die Zugänglichkeit
und Nutzbarkeit von Daten zu verbessern, angefangen bei der einfachen Online-Veröffentlichung bis hin zur Vernetzung
verschiedener Datensätze (Linked Open Data). Die Open Government Data Kriterien der Sunlight Foundation setzen
Standards für die Veröffentlichung von Regierungsdaten, um Offenheit, Zugänglichkeit und Rechenschaft zu gewährleisten.
Zudem informiert das IGE Factsheet zur Public Domain über die Nutzung von urheberrechtlich ungeschützten Werken und
fördert deren freien Gebrauch, um Wissen und Kultur für alle zugänglich zu machen. ↩︎
3. Für weit verbreitete Datenwertstandards existieren Mappings, die eine Übersetzung von einem in einen anderen
Datenwertstandard erlauben. Das ist jedoch meistens mit gewissen Einschränkungen verbunden, da die Vokabularien und
ihr Bedeutungsumfang nicht deckungsgleich sind. Siehe Regeln für GND-Crosskonkordanzen (Mapping-Methodik) ↩︎
Wiederverwendung
CC BY-SA 4.0
Zitat
Mit BibTeX zitieren:
@report{mähr2025,
author = {Mähr, Moritz and Schnegg, Noëlle},
title = {Handbuch zur Erstellung diskriminierungsfreier Metadaten für
historische Quellen und Forschungsdaten},
date = {2025-09-07},
url = {https://maehr.github.io/diskriminierungsfreie-metadaten/},
doi = {10.5281/zenodo.17073511},
langid = {de-CH},
abstract = {Dieses Handbuch ist ein Leitfaden zur Erstellung von
diskriminierungsfreien Metadaten für historische Quellen und
Forschungsdaten, der im Rahmen des Forschungsprojekts
Stadt.Geschichte.Basel entwickelt wurde. Es richtet sich an
Historiker\textbackslash*innen, Archivar\textbackslash*innen,
Bibliothekar\textbackslash*innen und alle, die sich mit Open
Research Data in den Geschichtswissenschaften beschäftigen. Die
Autor\textbackslash*innen Moritz Mähr und Noëlle Schnegg führen
durch die praktischen Aspekte der Erstellung von Metadaten,
basierend auf den FAIR-Prinzipien, um Forschungsdaten auffindbar,
zugänglich, interoperabel und nachnutzbar zu machen. Durch
praktische Anleitungen und illustrierte Fallbeispiele zeigt das
Handbuch, wie maschinenlesbare Metadaten Forschung und Lehre
bereichern und die Interpretation historischer Quellen beeinflussen
können. Als öffentlich zugängliches “Living Document” ist es auf
eine kontinuierliche Weiterentwicklung durch die Community ausgelegt
und verpflichtet sich zu einer inklusiven und diskriminierungsfreien
Darstellung historischer Inhalte. Das Handbuch ist eine grundlegende
Ressource für alle, die sich mit moderner digitaler
Geschichtswissenschaft und Open Research Data beschäftigen wollen.}
}
Bitte zitieren Sie diese Arbeit als:
Mähr, Moritz, and Noëlle Schnegg. 2025. “Handbuch zur Erstellung diskriminierungsfreier Metadaten für historische Quellen und
Forschungsdaten.” https://doi.org/10.5281/zenodo.17073511.