CTRL + F. Eine Suchmaschine für die Quellenarbeit bauen.
etü
Wenn Quellenarbeit und Suchmaschine im selben Satz erwähnt werden, macht sich schnell Skepsis breit. Was haben der Gang ins Archiv, die Konsultation der Findmittel, die Transliteration, das Close Reading, die Kritik oder die Auslegung einer Quelle mit einer kinderleicht zu bedienenden Maschine zu tun? Oft nicht viel. Das lernen die meisten Studentinnen spätestens mit der ersten ausschliesslich auf Google Search basierenden Semesterarbeit, die dem Rotstift der Betreuerin zum Opfer gefallen ist und nochmals geschrieben werden muss. Einer gewissenhaften Historiker*in ist klar, dass die Abfrage einer Suchmaschine nur ein erster Schritt einer Recherche sein kann. Danach muss man die Ergebnisse der Abfrage einordnen, kritisch hinterfragen und mit der Fachliteratur (aus einer Bibliothek) und Quellen (aus einem Archiv) abgleichen. Sich blind auf eine Suchmaschine zu verlassen, ist unwissenschaftlich.
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@article{mähr2020,
author = {Mähr, Moritz},
title = {CTRL + F. Eine Suchmaschine für die Quellenarbeit bauen.},
journal = {etü},
pages = {88–91},
date = {2020-01-01},
url = {https://moritzmaehr.ch/publications/mahr2020k.html},
doi = {10.3929/ethz-b-000449830},
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